
Schlecker: Hunderte von Kündigungsklagen
Hunderte ehemalige Schlecker-Beschäftigte haben mittlerweile Klage gegen ihre Kündigung eingereicht. Die Gewerkschaft hält deren Zahl aber für "vergleichsweise gering".
Thomas RehmRedakteurGüteverhandlungen bereits diese Woche
Am Dienstag verkündete das Landesarbeitsgericht in Stuttgart die Zahl der eingereichten Kündigungsklagen für Baden-Württemberg.
Allein im Südwesten leiteten demnach insgesamt 462 frühere Schlecker-Mitarbeiter juristische Schritte gegen ihren früheren Arbeitgeber ein. Bereits in dieser Woche sind in einigen Gerichten Güteverhandlungen geplant.
Ende März war im Zuge der Schlecker-Pleite bundesweit mehr als 10.000 Beschäftigten gekündigt worden, nachdem eine Auffanggesellschaft für diese gescheitert war.
Klagen als "Investorenschreck"
Der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz befürchtet für die Schlecker-Rettung, dass eine "hohe Zahl" von Klagen potenzielle Investoren abschrecken könnte.
Die Gewerkschaft Verdi hatte angekündigt, die entlassenen Mitarbeiter nicht zu rechtlichen Schritten ermuntern zu wollen. Die Gewerkschaften haben ihren Mitgliedern aber auf Wunsch Rechtsschutz gewährt, Klagen gesammelt und bei den Arbeitsgerichten eingereicht.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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