
"Schlecker-Mitarbeiter brauchen Qualifizierung"
Das Ringen um die Transfergesellschaft für entlassene Schlecker-Beschäftigte geht weiter, 11.000 Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft. Verdi fordert eine Lösung, selbst wenn diese befristet wäre.
Thomas RehmRedakteurKonkrete Zusagen gab es bis zum Montag nur aus Hamburg, dem Saarland und Rheinland-Pfalz. An diesem Dienstag entscheiden Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und Thüringen. Abwartend gaben sich Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Berlin. Als eher skeptisch gelten Sachsen, Niedersachsen und Hessen.
Verdi fordert Politik zum Handeln
Auch wenn die Transfergesellschaft nur für ein halbes Jahr finanziert werde, biete sie Vorteile, wirbt Stefanie Nutzenberger, Verdi-Bundesvorstandsmitglied für den Handel.
"Die Transfergesellschaft ermöglicht den Schlecker-Frauen eine verlängerte ökonomische Absicherung", erläuterte die Gewerkschafterin. Sie erhielten dann sechs Monate lang 80 Prozent ihres bisherigen Gehaltes, bevor sie Arbeitslosengeld beantragen müssten.
Die entlassenen Schlecker-Mitarbeiter benötigen eine "intensive Beratung, Berufswegeplanung und Weiterqualifizierung", denn im Durchschnitt seien die Schlecker-Verkäuferinnen Ende 40, viele sogar bereits weit über 50.
"Die Frauen sind oft über Jahrzehnte im Unternehmen und haben seit Jahren keine Bewerbungen mehr geschrieben. Sie verfügen häufig über wenig ausgeprägte bis gar keine Computer- und Internetkenntnisse", bekräftigte Nutzenberger.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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