Das Ringen um die Transfergesellschaft für entlassene Schlecker-Beschäftigte geht weiter, 11.000 Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft. Verdi fordert eine Lösung, selbst wenn diese befristet wäre.
Konkrete Zusagen gab es bis zum Montag nur aus Hamburg, dem Saarland und Rheinland-Pfalz. An diesem Dienstag entscheiden Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und Thüringen. Abwartend gaben sich Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Berlin. Als eher skeptisch gelten Sachsen, Niedersachsen und Hessen.
Verdi fordert Politik zum Handeln
Auch wenn die Transfergesellschaft nur für ein halbes Jahr finanziert werde, biete sie Vorteile, wirbt Stefanie Nutzenberger, Verdi-Bundesvorstandsmitglied für den Handel.
Die entlassenen Schlecker-Mitarbeiter benötigen eine "intensive Beratung, Berufswegeplanung und Weiterqualifizierung", denn im Durchschnitt seien die Schlecker-Verkäuferinnen Ende 40, viele sogar bereits weit über 50.
"Die Frauen sind oft über Jahrzehnte im Unternehmen und haben seit Jahren keine Bewerbungen mehr geschrieben. Sie verfügen häufig über wenig ausgeprägte bis gar keine Computer- und Internetkenntnisse", bekräftigte Nutzenberger.
