Schlecker unterliegt wieder vor Gericht

Schlecker unterliegt wieder vor Gericht

Es gibt weitere erfolgreiche Kündigungsklagen gegen Schlecker. Das Gericht bemängelt vor allem die mangelhafte Sozialauswahl des Insolvenzverwalters.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Im Zuge der Insolvenz der Drogeriemarktkette aus dem baden-württembergischen Ehingen war in einer ersten Welle mehr als 10.000 Mitarbeitern gekündigt worden, gut 4.500 waren dagegen vor Gericht gezogen.

Die Urteile in Stuttgart sind nicht die ersten entschiedenen Prozesse. Erfolgreich geklagt hatte Ende Juni etwa eine frühere Filialleiterin in Heilbronn. Auch dort fehlten Informationen von der Insolvenzverwaltung. Diese kündigte in dem Fall aber Berufung an.

Auch den restlichen 13.200 Mitarbeitern wurde derweil gekündigt, der Betrieb stillgelegt und alle Schlecker-Filialen in Deutschland wurden geschlossen. Die Prozess-Gewinner hätten durch die Urteile länger Anspruch auf Gehaltszahlungen.

Das wären weitere Kosten für den Insolvenzverwalter, der derzeit mit Verkäufen unter anderem von Immobilien und Auslandsgesellschaften versucht, die Insolvenzmasse zu erhöhen.

Den mittlerweile mehr als 22.000 Gläubigern mit einer Gesamtforderung von mehr als einer Milliarde Euro machte Geiwitz zuletzt keine so große Hoffnung.

dpa

Bildergalerie: Schlecker - der Zerfall eines Drogerieimperiums
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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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