Wenn selbst ein Richter zugibt, dass der Betrag eher mau ist, dann sagt das alles. Der Schlecker-Insolvenzverwalter bietet ehemaligen Beschäftigten eine bescheidene Abfindung an. Damit verfolgt er ein Ziel.
Leitfaden für alle Fälle
Die Summe soll als "Leitfaden für alle Schlecker-Fälle" gelten. "Wenn sich beide Parteien darauf einigen, wäre der schwierig zu führende Prozess abgewendet", sagte der Ulmer Richter. Die Summe sei "natürlich nicht viel", über die Annahme hätten jetzt die Klagenden zu entscheiden. Die früheren Arbeitnehmer haben in der Regel zwei Wochen Zeit, auf das Angebot zu reagieren.
Bundesweit haben nach bisherigen Angaben der Gerichte mehr als 1.500 ehemalige Schlecker-Beschäftigte gegen ihren früheren Arbeitgeber geklagt. Ende März war im Zuge der Insolvenz der Drogeriekette 10.000 Mitarbeitern gekündigt worden. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz befürchtet bei einer "hohen Zahl" an Klagen eine abschreckende Wirkung auf potenzielle Investoren.
dpa
Aktualisierung: Schlecker-Insolvenzverwalter dementiert einheitliche Abfindungen.
