
Schwarz-Gruppe baut Spitzenposition aus
Die Umsätze der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) legten im vergangenen Geschäftsjahr um zehn Prozent auf 74 Milliarden Euro zu. Für das Unternehmen eine neue Rekordmarke.
Björn BöerChefredakteurDamit ist die Handelsgruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, inzwischen mit Abstand Deutschlands größter Händler und könnte sogar schon im kommenden Jahr zur Nummer 1 in Europa aufsteigen.
Die Schwarz-Gruppe könnte zum größten Händler Europas aufsteigen
Das Unternehmen würde somit an etablierten Handelsgrößen wie Carrefour und Tesco vorbeiziehen. Für das aktuelle Geschäftsjahr erwartet das Management einen Umsatz von 78 Milliarden Euro. Tesco teilte am Mittwoch in London einen Nettoumsatz von 77 Milliarden im vergangenen Geschäftsjahr (Stichtag: 28. Februar 2014) mit.
Mit derzeit fast 10.000 Lidl-Standorten in Europa sowie 1.150 Kaufland-Märkten konnte der Händler im abgelaufenen Geschäftsjahr kräftige Zuwächse erzielen. Der Umsatz des Discounters Lidl wird mit 54 Milliarden Euro beziffert.
Davon entfallen 18 Milliarden Euro auf den deutschen Markt. Die Großflächen-Sparte Kaufland steuerte 20 Milliarden Euro bei. Angaben zum Ergebnis macht das Unternehmen traditionell nicht. Der Gewinn des Händlers soll jedoch im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sein. Das Investitionsvolumen lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 4 Milliarden Euro.
Als Grund für den Umsatzzuwachs nannte eine Sprecherin des Unternehmens unter anderem den Umbau bestehender Filialen. Hinzu kämen gestiegene Einnahmen bei Lidl aus dem Verkauf frischer Backwaren. Die Mitarbeiterzahl der Schwarz-Gruppe stieg um 15.000 auf insgesamt 335.000. Lidl ist hierzulande mit 3.300 Filialen vertreten, Kaufland hat 635 Niederlassungen.
dpa, DH
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Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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