Die Lizenzumsätze belaufen sich den vorläufigen Berechnungen zufolge auf rund 112 Mio. Dollar. Der Serviceumsatz soll um die 109 Mio. Dollar betragen. Beim operativen Gewinn rechnet Oracle mit rund 34 Mio. Dollar. Belastet wird das Ergebnis durch Restrukturierungskosten in Höhe von zwölf Mio. Dollar. "Siebels vorläufige Q3-Zahlen zeigen ermutigende Fortschritte im Vergleich mit den Zielen, die wir aufgestellt haben, als ich das Unternehmen vor sechs Monaten betreten habe", sagte Siebel-Chef George Shaheen.
Siebel steht derzeit vor der Übernahme durch den größeren Konkurrenten Oracle. Für den Deal, der im kommenden Jahr über die Bühne gehen soll, legt Oracle rund 5,85 Mrd. Dollar auf den Tisch. Oracle hat nach Bekanntgabe der Akquisition, durch die der US-Konzern zur Nummer eins bei Unternehmensanwendungen in den USA aufsteigt, offenbar noch nicht genug und will nun den deutschen Rivalen SAP auf dessen Heimmarkt angreifen. Das kündigte zumindest Charles Phillips, President und rechte Hand von Oracle-Chef Larry Ellison, im Handelsblatt an.
SAP reagiert derweil gelassen auf die verbalen Attacken. Das wäre ein sehr weiter Weg für Oracle, die in Deutschland ja de facto nicht präsent seien, so SAP-Sprecher Herbert Heitmann im Gespräch mit pressetext. Während SAP in Deutschland nach IDC-Zahlen auf einen Produktumsatz von 1,1 Mrd. Euro käme, erwirtschafte Oracle gerade 32 Mio. Euro. Auch in den USA, wo Oracle nach der Siebel-Übernahme derzeit leicht die Nase vorn hat, ist SAP laut Heitmann zuversichtlich, bald wieder eine komfortable Nummer-Eins-Position zu erreichen. (KC)

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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