
Tempo-Angriff mit Prime Now: Amazon startet Lieferung binnen einer Stunde in Berlin
Der stationäre Handel und auch das Online-Geschäft geraten jetzt noch mehr unter Tempo-Druck. Denn Amazon startet seine Express-Lieferservice Prime Now nun in Berlin. Es ist die Deutschland-Premiere. Weitere Städte dürften bald folgen. Der neue superschnelle Lieferdienst von Amazon bringt die Ware binnen einer Stunde an die Haustüre.
Wichtig zu wissen: Prime Now funktioniert nur über die Prime Now App für Android und iOS. Zumindest in den USA kann Amazon den Service jetzt auch über die klassische Website anbieten.
So funktioniert Prime Now in Berlin:
Kunden laden sich die Prime Now App einfach auf ihr Smartphone oder Tablet, erhalten die Verfügbarkeit für die Lieferadresse, wählen dann aus tausenden Prime Now Produkten und können die Lieferung anschließend in Echtzeit verfolgen. Der Mindestbestellwert für Prime Now beträgt 20 EUR. Falls der Kunde zur Zustellzeit nicht zuhause ist, kann er per Prime Now App eine alternative Lieferadresse auswählen.
In Berlin, der Internetgigant nutzt dort ein Geschäftsgebäude am Kurfürstendamm, setzen Amazons Vertriebspartner neben Liefervans auch elektrisch angetriebene Lastenfahrräder ein, um die Bestellung zum Kunden zu bringen. Als Verpackung werden entweder Papiertüten genutzt oder Isoliertaschen aus Kunststoff für gekühlte und gefrorene Produkte. Diese Taschen nimmt der Fahrer nach der Lieferung wieder mit, damit sie wieder verwendet werden können.
In Berlin wird sich Amazon aber nur warm laufen. Es gilt als sicher, dass Amazon auch in München, Hamburg, Ruhrgebiet und Frankfurt alsbald loslegen wird. In Frankfurt hat sich Amazon auf dem ehemaligen Neckermann-Gelände eingenistet. Amazon sucht auch nach einem Plätzchen im Ruhrgebiet und in Hamburg. Im Verteilerzentrum von Amazon in Olching bei München wird gerade mit der Auslieferung in Eigenregie experimentiert. In München arbeitet Amazon mit sechs Expressdienstleistern, darunter auch die Firma Liefery, zusammen.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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