So mangelhaft nutzen Verlage Amazon

So mangelhaft nutzen Verlage Amazon

Der klassische deutsche Buchhandel hat Glück. Es könnte noch schlimmer um ihn stehen. Denn die deutschen Buchverlage lassen Chancen bei Amazon gleich in Serie liegen. Das zeigt eine Analyse der Kölner Unternehmensberatung Wachter Digital Partners.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Amazon bietet den Verlagen reihenweise Optionen, seine Bücher möglichst schmuck und lesernah zu präsentieren. Doch die vom wdp-Team untersuchten über 150.000 Bücher (darunter 81 Prozent Fachbücher) deutscher Verlage auf Amazon zeigen, dass die Verlage diese Möglichkeiten bestenfalls rudimentär nutzen.

Der Großteil der 228 untersuchten Verlage schneidet bei Kern-Features wie „Produktbeschreibung“, „Produktbilder“, „Blick ins Buch“ und „Zusatzmaterialien“ schlecht ab. 78 Prozent aller untersuchten Bücher attestiert die Unternehmensberatung eine mangelhafte Produktdarstellung – in der Regel fehlt es dabei bereits an einer aussagekräftigen Beschreibung des jeweiligen Buches. Als besonders gravierend brandmarkt die Studie zudem lieblose, unattraktive Texte oder fehlende visuelle Einblicke über Bilder oder den Blick ins Buch.

Dabei bleibt dann jede Menge Umsatz auf der Strecke: Denn nach Ansicht der Studienautoren kann allein schon eine gute Produktbeschreibung den Verkaufsrang um bis zu 51 Prozent anheben. Eine attraktive Produktdarstellung mit Hilfe von Zusatzmaterialien, Autorenprofilen und Pressestimme könne den Verkaufsrang sogar um bis zu 87 Prozent verbessern.

Und wo bitte bleibt das Positive? Das kann man sich aus Sicht von wdp unter anderem bei Random House (Goldmann, Mosaik, btb, Blanvalet Taschenbuch, Diana, Arkana, DVA und C. Bertelsmann) ansehen. Das Verlagshaus erreicht die durchschnittlich beste Wertung.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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