Team im modernen Fulfillment-Center bewältigt gemeinsam eine Bestellspitze am Förderband
© Higgsfield / Soul

Alaiko fängt Bestellspitzen auf

Das Münchener Logistik-Start-up Alaiko hat eine Fulfillment-as-a-Service-Plattform entwickelt, die alle Schritte ab der Bestellung bis zur Lieferung an den Endkunden umfasst. Sie soll Onlinehändlern helfen, flexibel auf unerwartete Bestellspitzen zu reagieren. Das Besondere: Endkunden können ihre Bestellungen bis zur Zustellung und Retoure selbst verwalten.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
4 Min.· Aktualisiert am
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Für Onlineshops ist das eine Herausforderung - besonders wenn sie Bestellspitzen haben, an denen zigfach mehr bei ihnen bestellt wird als an anderen Tagen. Wenn z.B. bei einer Kosmetikmarke nach einer Influencer-Kampagne anstelle von 300 Bestellungen auf einmal 13.000 Bestellungen innerhalb von zwölf Stunden eingehen, bedeutet das auch, dass von jetzt auf gleich 13.000 Pakete frankiert und verschickt werden müssen.Hier setzt das Münchener Logistik-Start-up Alaiko mit seiner Fulfillment-as-a-Service-Plattform an. Sie soll dafür sorgen, dass Shopbetreiber sich keine Sorgen mehr um Logistik und Kundenservice machen müssen, sondern sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Alaiko-Mitgründer Moritz Weisbrodt stellt das junge Unternehmen im Etailment-Kurzinterview vor.

Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
Die gestiegenen Verbrauchererwartungen an Einkaufserlebnis und Lieferung zu erfüllen, ist eine immense Herausforderung für Onlineshops. Gelöst wird das meist durch immer größer werdende Kundenservice- und Operations-Teams. Das ist aber ein Hemmschuh für schnelles Wachstum. Hier kommt Alaiko ins Spiel. Wir ermöglichen es E-Commerce-Unternehmen schnelle, günstige Lieferungen und ein hervorragendes Einkaufserlebnis zu bieten. Wie das funktioniert? Mit einem ganzheitlichen Ansatz. Das große Netzwerk von modernen Lagern mit automatisierten Prozessen stellt schnelle Lieferzeiten sicher. Über Alaikos Logistics-Operating-System haben die Onlineshops jederzeit sämtliche Logistikprozesse im Blick und können sie proaktiv steuern. Die Käufer wiederum können ihre Bestellungen bis zur Zustellung und Retoure intuitiv verwalten.

Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Mit seiner Fulfillment-as-a-Service-Plattform revolutioniert Alaiko die E-Commerce-Logistik. Erfolgreiche D2C-Brands erhalten sämtliche Prozesse in Fulfillment und Logistik aus einer Hand, das ermöglicht reibungslose Skalierung und ein erstklassiges Einkaufserlebnis.Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?

Auf Alaiko vertrauen über 150 stark skalierende E-Commerce-Champions. Dazu zählen erfolgreiche Kosmetik-D2C-Brands wie Gitti genauso wie Top-Fashion-Shops wie Hey Marly und weitere starke Brands wie Paperlike, T1tan und Jokolade.

Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Von Alaiko profitieren etablierte und erfolgreiche D2C-Brands, die weiterhin stark wachsen möchten. Denn mit der schnellen Skalierung kommen auch große Herausforderungen auf sie zu – vor allem in den Bereichen Kundenservice und Operations. Ohne moderne, automatisierte Prozesse und einen starken Fulfillment-Partner sind diese selten effizient stemmbar.

Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Unsere Strategie, Alaiko zunächst unter dem Radar und sehr eng gemeinsam mit unseren Kunden zu entwickeln, hat sich absolut ausgezahlt. Dadurch, dass wir uns voll auf unser Produkt und nicht auf Marketing und PR konzentriert haben, konnten wir ein komplexes Produkt mit einem ausgereiften Geschäftsmodell entwickeln, das stark nachgefragt wird.
Mit Alaiko denken wir immer bereits die nächsten Schritte mit. Das liegt am Wachstum unserer Kunden: Wenn Fulfillment und Operations eines E-Commerce-Shops mit 10.000 Sendungen im Monat auf 20.000 Sendungen pro Monat gewachsen ist, steht schnell die nächste Herausforderung an: Welche Wachstumsschmerzen könnten sich bei 50.000 Sendungen im Monat ergeben und wie kann Alaiko diese schon jetzt lösen?Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
Da gibt es mehrere: Ein Meilenstein war der Abschluss der Series-A-Runde über 30 Millionen Dollar mit Topinvestoren wie Next47 und Tiger Global. Dazu kommt die Zahl von mehr als 150 Shops, die den Mehrwert unserer Fulfillment-as-a-Service-Plattform sehen und bereits Millionen von Paketen mit Alaiko verschickt haben.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
"Wie Alaiko zum Fulfillment-Giganten wurde und Amazon Konkurrenz macht"

Start-ups ohne Buzzwords

Sie sind Gründer eines innovativen und spannenden Unternehmens im Umfeld von Handel und FMCG? Können auch Sie Ihr Start-up ohne Buzzwords erklären? Dann melden Sie sich bei uns jederzeit unter ulrike.sanz@dfv.de.

Alle bisher vorgestellten Start-ups finden Sie unter etailment-Startups.de.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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