Frau testet zuhause unverpackte FMCG-Produktproben aus einer Lieferbox am Küchentisch
© Higgsfield / Soul

Utry.me bringt Marken und neugierige Konsumenten zusammen

Das Münchener Start-up Utry.me hat einen Onlineshop aufgesetzt, bei dem Nutzer Produktinnovationen bestellen und ausprobieren können, die (noch) gar nicht auf dem Markt sind. Den beteiligten Herstellern aus der FMCG-Branche liefert die Plattform wertvolle Vorhersagen über die Marktchancen neuer Produkte.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Hier setzt die Geschäftsidee von Utry.me an. Der Fokus des Online-Probiermarktes richtet sich zum einen auf eine hohe Zahl an Probierkontakten und zum anderen auf die Ansprache der Konsumenten.

Warenkorbpauschale statt Produktpreise

Der Name ist dabei Programm: Utry.me ("you try me") ist nach eigenen Angaben die erste Probierplattform ohne Preise. Verbraucher können neue Produkte aus den Kategorien Beauty, Getränke, Lebensmittel, Drogerie, Genuss oder Tier & Co. in den Warenkorb packen, bis der Ladebalken am Anschlag ist. Berechnet wird eine Pauschale von 24,90 Euro, die den Versand einschließt.Kunden testen die von ihnen ausgesuchten Produkte und können anschließend ihr Feedback geben. Diese wichtigen Erkenntnisse von bisher 210.000 registrierten Nutzern stellen die Basis von Utry.me dar. Per Mausklick generiert die Sampling- und Marketingplattform alle notwendigen Daten und gibt die wertvolle Konsumenten-Matrix anonymisiert an die Unternehmen weiter.

Für Unternehmen ergibt sich so die Gelegenheit, die Erfolgschancen eines neuen Produktes mit einer geringen Stückzahl und ohne riskante Anfangsinvestitionen noch vor dem Roll-out zu testen. Rund 500 namhafte Handelspartner (u. a. Red Bull, Ferrero oder Bitburger) nutzen das intelligente Marktforschungstool von Utry.me bereits.André Moll, Gründer und Geschäftsführer von Utry.me, stellt das Start-up im Etailment-Interview vor.

Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
Utry.me ist der erste Probiermarkt ohne Preise. Bei uns könnt ihr euch selbst eine Probierbox mit coolen Artikeln aus dem Supermarkt zusammenstellen und diese zu Hause ausprobieren. So lernt ihr viele neue Produkte kennen und spart dabei noch richtig. Probiert's einfach mal aus!

Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Utry.me präsentiert Produktneuheiten aus dem Supermarktregal und generiert Probierkontakte sowie Marktforschungserkenntnisse. 2030 werden wir die relevanteste FMCG-Plattform in Europa sein. Marketing, Marktforschung, Logistik und Vertrieb werden von einem Partner gelöst: Utry.me.Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
Marken aus den Bereichen Lebensmittel, Getränke, Beauty, Drogerie, Haushaltswaren und Tier & Co. Sowohl etablierte Brands wie Red Bull, Ferrero und Bitburger als auch Start-ups wie Just Spices, Purmacherei und Kernique vertrauen auf die Mehrwerte von Utry.me.

Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Ich würde gerne noch mehr ausländische Hersteller nach Zentraleuropa bringen, insbesondere US-Brands finde ich sehr spannend.Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Mut wird immer belohnt!

Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
Vor vier Jahren waren wir noch zu zweit. Heute beschäftigen wir über 30 Mitarbeiter und zählen mehr als 500 Handelspartner. Aber besonders stolz sind wir auf unsere starke Community von über 210.000 Usern, die sich bereits bei Utry.me registriert haben. Das ist eine Zahl, die uns zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
Utry.me feiert sein 10-jähriges Jubiläum und eine Million Community-Mitglieder feiern mit.Start-ups ohne Buzzwords
Sie sind Gründer eines innovativen und spannenden Unternehmens im Umfeld von Handel und FMCG? Können auch Sie Ihr Start-up ohne Buzzwords erklären? Dann melden Sie sich bei uns jederzeit unter ulrike.sanz@dfv.de.

Alle bisher vorgestellten Start-ups finden Sie unter etailment-Startups.de.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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