
Das sind die besten deutschen Online-Baumärkte
Deutschlands Baumärkte müssen im DIY-Segment zunehmend Amazon fürchten. Der Online-Riese legt an Umsatz mächtig zu. Doch die deutschen Baumärkte sind gut vorbereitet. Das zeigt eine aktuelle Studie des EHI.
Jüngere Kunden gehen nicht mehr unbedingt in den Baumarkt. Die Zalando-Generation, dem elterlichen Heim entwachsen, kauft Bohrer, Sägen und Nägel zunehmend online. Davon profitiert auch massiv Amazon. Der Online-Gigant macht in Deutschland im Jahresvergleich im DIY-Segment gewaltige 45 Prozent Umsatzwachstum.
Doch glaubt man der aktuellen EHI-Studie „Onlineshop-Maturity-Index 2017 – Baumärkte“ dann sind die deutschen Baumärkte gegen die Kundenfixierung bei Amazon gut gewappnet. Der Einkauf im Online-Baumarkt sei „ziemlich komfortabel“, die Baumärkte im Netz "sehr gut aufgestellt", so die Studie.Untersucht wurden für die Studie Elemente wie Benutzerführung & Benutzerfreundlichkeit, Datensicherheit, Suche, Produktpräsentation, Bestellung, Fulfillment (Bezahlung, Lieferung & Rückgabe), Omnichannel und Kundenservice.Dabei schnitten über die Hälfte der analysierten Online-Baumärkte sehr gut ab. Sichtbar wird das am Onlineshop-Maturity-Index (OMI). Wer dabei über dem OMI-Wert von mehr als 100 Punkten liegt, kann als „Shopping-Highlight“ bezeichnet werden.
Spitzenreiter im OMI-Ranking ist der Onlineshop von Obi mit 123,25 OMI-Punkten, gefolgt von Hornbach.de (121,75 OMI-Punkte) und Norax.de (116 OMI-Punkte).
Allerdings zeigen auch die Top-10-Shops noch Luft nach oben. Mit 15,8 von 17 erreichbaren Punkten (93 Prozent) fehlt beispielsweise im Bereich „Bestellung“ das letzte Quentchen Perfektion.
Ein optimierbares Ergebnis spiegelt der Branchenindex auch in der Kategorie „Suche“ (18,6 von max. 21 Punkten bzw. 89 Prozent) wider.
Im Bereich „Benutzerführung & Benutzerfreundlichkeit“ (22,5 von max. 30 Punkten bzw. 75 Prozent) lässt sich die Kundenzufriedenheit sicher noch steigern.
Die größte Schwäche zeigt sich aber im Bereich „Omnichannel“ mit 2,9 von 6 Punkten (48 Prozent) bei den Top 10.
Zur Studie:
Für die Studie „Onlineshop-Maturity-Index 2017 – Baumärkte“ wurden 31 Onlineshops anhand von 91 Kriterien analysiert und in acht Kategorien bewertet. Generalisten wurden in der Analyse nicht berücksichtigt. Der Kriterienkatalog geht von einem idealen Onlineshop aus, der nach heutigen Standards umsetzbar wäre. Bei der Analyse kann ein Onlineshop maximal 150 Punkte erreichen. Anhand der erzielten Punktzahl erfolgt die Einordnung in den Onlineshop-Maturity-Index (OMI). Der Kriterienkatalog wurde in Zusammenarbeit mit den Paten eFulfilment, eresult, FACT-Finder und RESMEDIA erarbeitet.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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