
Suchfunktion: Nadelöhr für Webshops
Der schönste Onlineshop nutzt nichts, wenn der Kunde die Produkte darin nicht findet: Die Suchmaschinen werden immer klüger.
Thomas RehmRedakteurFehlertoleranz
Suchmaschinen benutzen meist eine eigene Datenhaltung, in der die Informationen durch Indizierung zügig gesucht und gefiltert werden können. Durch Methoden der phonetischen Analyse, Reduzierung auf den Wortstamm oder Tolerierung von Buchstabendrehern erkennt sie Ähnlichkeiten zwischen eingegebenen Begriffen und tatsächlich vorhandenen Daten. Damit sind für eine gute Suchmaschine Tippfehler oder verschiedene Schreibweisen kein Problem.
Geführte Suche
Allgemeine Suchbegriffe führen oft zu sehr großen Treffermengen. Die geführte Suche bietet weitere Einschränkungsmöglichkeiten, etwa nach Marke, Preis oder Kategorie. Weitere Filter können zum Beispiel Bilddiagonale und Auflösung beim Fernseher sein. Die Sortierung der Ergebnisse - vor allem nach dem Preis - ist heute ein Muss.
Suchvorschläge
Sehr populär sind inzwischen Suchvorschläge, die bereits bei der Eingabe automatisch angezeigt werden. So erfährt der Kunde schon bei Eingabe weniger Zeichen, welche Produkte oder Kategorien verfügbar sind.
Auswertung
Auswertungen zeigen, was Kunden überhaupt in einem Onlineshop suchen und ob sie hilfreiche Ergebnisse finden. Wenn eigentlich relevante Suchbegriffe keine oder auch viel zu viele Treffer liefern, kann man eine gute Suchmaschine entsprechend umkonfigurieren.
Konfiguration
Eine Suchmaschine muss Synonyme wie „Notebook" oder „Laptop" einander zuordnen und richtig verarbeiten können, aber auch irrelevante Begriffe ignorieren. Die Gewichtung der Suchergebnisse hilft, die Suchtreffer in ihrer Qualität zu bewerten. So lässt sich ausdrücken, welches Produkt besser zum Suchbegriff passt. Auch bestimmte Produkteigenschaften oder Verkaufszahlen lassen sich im Suchergebnis berücksichtigen.
Marketingfunktionen
Suchmaschinen bieten zusätzliche Funktionen, um Produkte besser zu vermarkten. So können bei bestimmten Suchbegriffen passende Aktionsprodukte angezeigt werden. Und falls einmal gar nichts gefunden wird, erfährt der Kunde alternative Suchbegriffe oder bekommt andere interessante Produkte gezeigt.
Zukunft semantisches Web
Im semantischen Web sollen Informationen in ihrer Bedeutung für Computer verwertbar werden. Durch spezielle Sprachen können die Bedeutungen von Informationen und ihre Beziehungen untereinander im World Wide Web beschrieben werden. Websuchmaschinen würden durch diese Metainformationen erweiterte Funktionen bieten.
Autor: Steffen Moldenhauer - Senior Software Emgineer, Intershop Communications AG
Dieser Artikel ist in der Ausgabe 6/2009 von Der Handel erschienen.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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