
Supermärkte und Drogerien auf der Sonnenseite
Lebensmittelhandel und Drogeriemärkte haben 2008 ein deutliches Umsatzplus verbucht, zeigt eine neue Studie. Die Verkaufsfläche ging zurück, dafür sind die Umsätze pro Geschäft gestiegen.
David WöllensteinRedakteurDiscounter als Wachstumstreiber
Auch wenn die Zahl der Verkaufstellen um 2, 7 Prozent rückläufig war, haben mehrere namhafte Discounter und Drogeriemärkte ihr Verkaufsstellennetz weiter ausgebaut, so dass die Umsatzabschmelzung durch eine geringere Zahl an Verkaufsstellen abgefedert wurde.
Wachstumstreiber waren - wie im Vorjahr - die Discounter mit doppelt so hohen Umsatzzuwächsen als der Branchendurchschnitt (plus 7 Prozent). Die deutschen Verbraucher ließen 2008 pro Haushalt im Durchschnitt 1.293 Euro bei den Discountern, das waren 36 Euro oder drei Prozent mehr als im Vorjahr.
Auch Verbrauchermärkte (ab 1.000 Quadratmeter Verkaufsfläche) verbuchten um zwei Prozent gestiegenen Umsätze. Doch diese Märkte entwickelten sich sowohl bei der Anzahl der Verkaufsstellen (plus 0,7 Prozent) wie auch beim Durchschnittsumsatz pro Geschäft (plus 1,2 Prozent) eher zögerlich.
Rückgang der Verkaufsfläche bei gestiegenen Umsätzen
Eine deutliche Steigerung von 6 Prozent bei den Durchschnittsumsätzen der Filialen verbuchten die Supermärkte (100 bis 999 Quadratmeter Verkaufsfläche). Sie konnten damit jedoch die reduzierte Zahl der Verkaufsstellen (minus 7 Prozent) nicht vollständig kompensieren und blieben im Umsatz leicht unter Vorjahresniveau (minus 1,4 Prozent).
Die Zahl der Standortschließungen war auch im Vertriebskanal Drogeriemarkt überdurchschnittlich hoch (minus 3,7 Prozent). Dank der um sechs Prozent gestiegenen durchschnittlichen Filialumsätze fiel das Umsatzergebnis insgesamt jedoch mit 2,1 Prozent positiv aus.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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