Tegut verpachtet Felder für den Eigenanbau

Tegut verpachtet Felder für den Eigenanbau

Frischer gehts nicht: Der Lebensmittelhändler Tegut stellt Hobbygärtnern Gartenparzellen für den Anbau von eigenem Obst und Gemüse zur Verfügung.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Grund genug für den Händler, von Mitte Mai bis Ende Oktober im Rahmen der "Initiative Saisongarten" Anbauflächen für Möhren oder Kohlrabi an zunächst acht Standorten im Verbreitungsgebiet seiner Märkte in Hessen, Nord-Bayern und Südniedersachsen zur Pacht anzubieten. Unterstützt wird der Lebensmittelhändler dabei von Bio-Anbauverbänden wie Demeter oder Naturland.

Ökobauern stellen dazu Parzellen von etwa 60 bis 80 Quadratmetern zur Verfügung. Interessenten pachten diese Parzellen für eine Saison und übernehmen die Pflege und Ernte von Obst und Gemüse. Eine Parzelle soll laut Tegut pro Saison rund 160 bis 200 Euro kosten.

Erfolgserlebnis eigene Ernte

"Der Saisongarten ist für jedermann geeignet. Die Gärtner erleben, wie Gemüse und Salat wachsen und reifen. Somit hat jeder, bedingt durch die vorgegebene Grundbepflanzung, garantiert das Erfolgserlebnis Ernte", erläutert David Scheuthle, Leiter der Tegut-Initiative.

Ein weiterer Vorteil sei, dass die Freizeitgärtner die arbeitsintensive Bodenbearbeitung nicht selbst übernehmen müssen: "Da die rund 60 bis 80 Quadratmeter großen Parzellen in die Fruchtfolge landwirtschaftlicher Betriebe eingebunden sind, gibt es sie jedes Jahr aufs Neue fertig vorbereitet", betont Scheuthle.

Die Landwirte stünden den Selbstanbauern mit Rat und Tat zur Seite: "So bleibt genug Zeit, um sich über jede neue Frucht zu freuen und mit dem Parzellen-Nachbarn Tipps auszutauschen", wirbt der Tegut-Manager für die Idee. Die Landwirte bereiteten die Grundbepflanzung mit zum Beispiel Zuckererbsen, Möhren oder Roter Bete vor; die Saisongärtner sollen zusätzlich weitere Gemüse und Salate nach eigenen Wünschen aussäen oder anpflanzen können.

Hauptsache Bio

Nur eine Voraussetzung gibt es: Alles muss Bio sein - vom Saatgut an. Nach der Ernte werden die Saisongärtner dem Handelsunternehmen zufolge nicht nur mit dem "Genuss unschlagbarer Frische" belohnt, sondern sparten auch kräftig Geld: "Die Pacht beträgt nur etwa ein Drittel bis ein Fünftel gegenüber dem Kauf des Gemüses und Salates im Supermarkt", verspricht Scheuthle.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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