Telekom hat deutschen WLAN-Markt fest im Griff

Telekom hat deutschen WLAN-Markt fest im Griff

Hotspots sind für die Deutsche Telekom die Weiterentwicklung der Breitband-Story jenseits von UMTS. Dies erklärte Frank Dietrich, Leiter Operatives Technologiemanagement der T-Com, auf der fünften Euroforum-Jahrestagung zu WLAN in Düsseldorf.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
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Dass der Breitband-Marktführer auch beim drahtlosen Zugang wieder das einzige Schwergewicht im Markt ist, liegt nach Einschätzung von Branchenexperten auch an den negativen Erfahrungen, die inländische und ausländische Investoren mit der schwachen Wettbewerbspolitik in Deutschland gesammelt haben. "Es wird sich kein neuer Marktteilnehmer finden, der mit großen Engagement investiert. Obwohl der drahtlose Breitbandzugang gute Perspektiven bietet, haben sich zu viele negative Erfahrungen seit Mitte der 90er Jahre in Deutschland angesammelt. Die Dominanz der Deutschen Telekom ist zu überwältigend", charakterisiert Omar Khorshed, Vorstandsvorsitzender der Düsseldorfer acoreus AG, den Markt. Selbst die anderen großen Mobilfunknetzbetreiber träten im Moment in Sachen Investitionen auf die Bremse. Die Regulierungsbehörde (RegTP) habe es versäumt, den deutschen Markt in einem Maße wettbewerbsfähig zu gestalten, dass er für neue Investoren attraktiv sei.

Schwer tun sich die WLAN-Provider nach wie vor mit dem Thema Roaming. Noch immer müssen sich die Kunden durch die Vielzahl der Anbieter an jedem Hotspot mit anderen Einwahlprozeduren, Tarifen und Abrechnungsvarianten herumärgern. Nach Aussage von Ilja Wagner, Vice President WLAN Europe von T-Mobile International AG, machen vor allem technische Restriktionen und die hohen Anforderungen der Telekom an die Qualität und Abrechnungsgenauigkeit den nahtlosen Übergang zwischen den verschiedenen WLAN-Netzes zu einem langwierigen und schwierigen Geschäft. Die Telekom werde in Kürze deutliche Zeichen in Sachen Roaming national wie international setzen, kündigte der Telekom-Manager in Düsseldorf an. Eine Netzzusammenschaltung "alle-mit-allen" schloss Wagner aber ausdrücklich aus. T-Mobile wird international demnach vorzugsweise mit nur einem Partner pro Land zusammenarbeiten. (KC)


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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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