Umsatzplus durch Preissteigerung

Umsatzplus durch Preissteigerung

Der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel stieg 2007 um gut 3 Prozent. Vor allem Verbrauchermärkte und Discounter legten zu.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Der Gesamtmarkt (Lebensmitteleinzelhandel von 100 Quadratmeter inklusive Aldi, Lidl, Norma und Drogeriemärkte) verzeichnete 2007 ein Umsatzwachstum von 3,1 Prozent (Vorjahr +2,3 Prozent). Dabei setzten sich die Verbrauchermärkte (+3,1 Prozent) und die Discounter (+6,3 Prozent) abermals an die Spitze der Entwicklung.

Verbrauchermärkte expandieren über die Fläche

Expansion über die Verkaufsfläche lautete wie schon in den Vorjahren auch 2007 die Devise bei den Verbrauchermärkten; die Discounter dagegen generierten auch auf bestehender Fläche wieder Umsatzzuwächse. Drogeriemärkte konnten ihre Umsätze ebenfalls auf den vorhandenen Verkaufsflächen weiter steigern, blieben aber mit einem Plus von 4,3 Prozent knapp unter der Steigerungsrate des Vorjahres.

Eine besondere Betrachtung verdienen nach Meinung der Studienautoren die Supermärkte: Hier wurden erneut in deutlichem Umfang Verkaufsstellen abgebaut (-8,5 Prozent), die Umsätze pro Quadratmeter jedoch erkennbar gesteigert. Dies seit ein deutliches Zeichen dafür, dass Verbraucher wieder vermehrt Nachbarschaftsgeschäfte nutzen. Die Vertriebsschiene profitiere somit nicht zuletzt von den stark gestiegenen Kraftstoffpreisen und zugleich vom knapper werdenden Zeitbudget der Verbraucher.

Verbraucher gehen immer öfter zum Discounter

Bei den Vertriebstypen verzeichnen die Discounter nach wie vor die größte Akzeptanz unter den Verbrauchern: 98 Prozent aller deutschen Haushalte kauften 2007 bei Aldi, Lidl & Co. Güter des täglichen Bedarfs für durchschnittlich 1.257 Euro ein (Jahreswert pro Haushalt). Große Verbrauchermärkte kommen dagegen auf Durchschnittsumsätze von 843 Euro pro Jahr und Haushalt.

Insgesamt zeigte sich, dass vom Single bis zum "vollen Nest" alle Verbrauchergruppen aufgrund von Preissteigerungen 2007 im Durchschnitt 2,5 Prozent mehr für alltägliche Konsumgüter aufwenden mussten als im Vorjahr. Besonders betroffen von der allgemeinen Verteuerung waren junge Singles (+7,2 Prozent) sowie Alleinstehende mittleren Alters (+3,9 Prozent). Gleichzeitig finde man in diesen Konsumentengruppen im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt aber auch deutlich weniger Schnäppchenjäger und eine verstärkte Affinität zu Convenience-Produkten.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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