
Unternehmen beklagen schlechte Zahlungsmoral
Die Zahlungsmoral in Europa hat sich weiter verschlechtert. Vor allem süddeutsche Unternehmen sind von Forderungsausfällen betroffen. Vorbildlich ist das Verhalten der Ostdeutschen.
David WöllensteinRedakteurBesonders stark von Forderungsausfällen betroffen sind laut Studie süddeutsche Unternehmen mit Geschäftskunden. Hier fielen 4,2 Prozent der Forderungen aus.
Handelsunternehmen müssen Zahlungsausfälle fürchten
"Deutschlands Süden hat mehr unter der Krise gelitten als andere Regionen. Dies liegt zum einen sicherlich daran, dass im Süden die wichtigsten Finanzdienstleistungszentren beheimatet sind, die besonders hohe Forderungsausfälle verzeichnen mussten. Zum anderen waren Versicherungen gefährdet sowie Handelsunternehmen mit hohem Exportanteil", erläuterte Stephan Spieckermann, Geschäftsführer EOS Deutschland.
Das Risiko von Zahlungsausfällen im internationalen Warenverkehr bleibe weiterhin hoch. Im internationalen Vergleich gehörten die Deutschen mit zu den pünktlichsten Zahlern: 81,4 Prozent der Rechnungen an Privatkunden würden bei einem Zahlungsziel von durchschnittlich 20 Tagen pünktlich bezahlt. Am zuverlässigsten zahlten die ostdeutschen Endverbraucher (84,4 Prozent).

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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