Unternehmen mögen keinen 'Software-Zoo'

Unternehmen mögen keinen 'Software-Zoo'

Vor der Verknüpfung von Software-Produkten anderer Hersteller mit der betriebswirtschaftlichen EDV-Plattform der SAP schrecken viele Unternehmen zurück und entscheiden sich deshalb auch bei E-Business-Lösungen für die Walldorfer Software-Firma.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Weit abgeschlagen in der Gunst der IT-Experten liegen die US-Konzerne Oracle und IBM. 58 beziehungsweise 71% der Befragten wollen deren E-Business-Lösungen nicht einsetzen. Auch die amerikanischen B2B-Spezialisten liegen laut Umfrage nicht hoch im Kurs: Lediglich 5% der IT-Entscheider vertrauen auf Anwendungen von Commerce One, jeweils 4% auf Ariba und i2. Deren größtes Problem ist ihre Unbekanntheit: Rund 40% der Befragten gaben an, Commerce One und Ariba nicht zu kennen. Der Softwarehersteller i2 ist sogar für zwei Drittel der Befragten ein unbeschriebenes Blatt.

Noch vor einem Jahr sah die E-Business-Zukunft der SAP düster aus: Nur 28% der SAP-Anwender in der deutschen Industrie gaben damals an, sich für E-Business-Anwendungen des EDV-Riesen entschieden zu haben, so das Ergebnis einer Mummert + Partner-Umfrage. Gerade im B2B-Bereich wurde den Walldorfern nicht viel zugetraut.

Die Gründe für das wiedergewonnene Vertrauen sind vielfältig: Zum einen konzentrieren sich die Unternehmen nach dem überstandenen Jahr-2000-Wechsel wieder auf Investitionen in das E-Business. Die elektronische Beschaffung (E-Procurement), Customer Relationship Management (CRM) und das Management der Wertschöpfungskette (Supply Chain Management) stehen auf der Prioritätenliste deutscher Unternehmen ganz oben. "Gerade in diesen Bereichen hat SAP bei der Funktionalität ihrer Software große Fortschritte gemacht", erklärt IT-Experte Otto Friederich von Mummert + Partner. Die verbesserte Handhabbarkeit des E-Business-Produkts "mySAP.com" habe die Unternehmen überzeugt. "Zudem wollen sie keinen Software-Zoo", so Friederich weiter. Vor der Verknüpfung von Software-Produkten anderer Hersteller mit der betriebswirtschaftlichen EDV-Plattform der SAP schreckten viele Unternehmen zurück. (ST)


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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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