
Valora übernimmt 1.300 Kioske
Die Schweizer Handelsgruppe Valora hat die Lekkerland-Tochter "Convenience Concept" übernommen. Mit den 1.300 Standorten steigen die Schweizer zur Nummer Zwei der Kioskbetreiber in Europa auf.
Die rund 1.300 CC-Standorte werden sich "optimal bei Valora Retail Deutschland einfügen", heißt es in einer Pressemitteilung. Zu der Lekkerlandt-Tochter gehören neben den Handelskonzepten Cigo, Tabak-Börse, Kio, U-Store und den DB-ServiceStores auch Standorte ohne eigenständigen Markenauftritt.
Das Standortnetzwerk, das ausschließlich von selbständigen Partnern oder Franchisenehmern betrieben wird, erwirtschaftete 2011 nach Unternehmensangaben einen Umsatz von rund 450 Millionen Euro.
Schweizer Wachstumsstrategie
Der Kauf der größten deutschen Kiosk-Kette ist wie der Erwerb der viertgrößten deutschen Kiosk-Kette "tabacon" vor rund anderthalb Jahren Teil der Wachstumsstrategie "Valora 4 Growth".
Mit fast 1.500 Standorten – zu den rund 100 "tabacon"- und 90 "k kiosk"-Standorten kommen nun die 1.300 CC-Standorte hinzu – betreibt Valora bald das größte Kiosknetz in Deutschland mit einem geschätzten Marktanteil von rund 10 Prozent.
Darüber hinaus rücken die Schweizer mit rund 2.900 Standorten im deutschsprachigen Raum, den bestehenden knapp 100 Standorten in Luxemburg und Österreich sowie den rund 1.200 Verkaufsstellen in der Schweiz zum zweitgrößten "Kleinhändler" in Europa auf.
Im ersten Jahr der vollständigen Konsolidierung der CC rechnet Valora Retail in Deutschland einschließlich der Umsätze mit den bereits bestehenden rund 170 Bahnhofsbuchhandlungen mit einem Umsatz von insgesamt rund 750 Millionen Euro.
Zum Kaufpreis der CC und zu den Konditionen der vereinbarten strategischen Zusammenarbeit mit Lekkerland sei zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart worden. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung des Bundeskartellamtes.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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