Verdi bestreikt erneut Amazon, diesmal mit Symbolwert. Die Arbeit wird am Weltgesundheitstag niedergelegt. Diesen Termin hat die Gewerkschaft gewählt, um auf Probleme bei dem Versender hinzuweisen.
Amazon verweist auf betriebliches Gesundheitsmanagement
Amazon wies die Vorwürfe zurück und erklärte, an allen Standorten gebe es "ein professionelles Gesundheitsmanagement". Beide Seiten machten unterschiedliche Angaben zur Beteiligung an den Arbeitsniederlegungen.
Der Koblenzer Gewerkschaftssekretär Marko Bärschneider sprach von einer "Super-Beteiligung" mit rund 200 Beschäftigten seit Beginn der Nachtschicht. Am Standort Koblenz sind insgesamt rund 1.500 Mitarbeiter beschäftigt. Eine Amazon-Sprecherin sagte, die Beteiligung an den Aktionen sei "sehr gering" gewesen. An den sechs Standorten seien weniger als 850 Mitarbeiter dem Aufruf der Gewerkschaft gefolgt. Die Arbeitsniederlegung habe keine Auswirkungen auf die Einhaltung des Lieferversprechens für die Kunden.
Streikaktionen gab es am Donnerstag an den Amazon-Standorten Koblenz, Bad Hersfeld, Leipzig, Rheinberg und Werne (jeweils Nordhrein-Westfalen) sowie in Graben bei Augsburg. Amazon unterhält insgesamt neun Versandzentren in Deutschland.
