
Verdi: Arbeiten bei Amazon macht psychisch krank
Verdi bestreikt erneut Amazon, diesmal mit Symbolwert. Die Arbeit wird am Weltgesundheitstag niedergelegt. Diesen Termin hat die Gewerkschaft gewählt, um auf Probleme bei dem Versender hinzuweisen.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentAmazon verweist auf betriebliches Gesundheitsmanagement
Amazon wies die Vorwürfe zurück und erklärte, an allen Standorten gebe es "ein professionelles Gesundheitsmanagement". Beide Seiten machten unterschiedliche Angaben zur Beteiligung an den Arbeitsniederlegungen.
Der Koblenzer Gewerkschaftssekretär Marko Bärschneider sprach von einer "Super-Beteiligung" mit rund 200 Beschäftigten seit Beginn der Nachtschicht. Am Standort Koblenz sind insgesamt rund 1.500 Mitarbeiter beschäftigt. Eine Amazon-Sprecherin sagte, die Beteiligung an den Aktionen sei "sehr gering" gewesen. An den sechs Standorten seien weniger als 850 Mitarbeiter dem Aufruf der Gewerkschaft gefolgt. Die Arbeitsniederlegung habe keine Auswirkungen auf die Einhaltung des Lieferversprechens für die Kunden.
Streikaktionen gab es am Donnerstag an den Amazon-Standorten Koblenz, Bad Hersfeld, Leipzig, Rheinberg und Werne (jeweils Nordhrein-Westfalen) sowie in Graben bei Augsburg. Amazon unterhält insgesamt neun Versandzentren in Deutschland.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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