
Verdi: Ikea ist ein "Geiz-ist-geil-Arbeitgeber"
Nach dem Streik bei Ikea in Hofheim zieht Verdi eine postitive Bilanz. Der Ausstand habe zur Beeinträchtigung des Betriebs geführt, betont die Gewerkschaft. Ikea dementiert das und fühlt sich zu Unrecht angeprangert.
Thomas RehmRedakteurIkea dementiert Leiharbeitsmissbrauch
Der Gewerkschaft zufolge arbeiten in der Filiale in Hofheim-Wallau seit Jahren mehr als 40 Leiharbeiter. Sie erhielten bis zu 5 Euro pro Stunde weniger als langjährige Festangestellte. 320 Mitarbeiter gebe es insgesamt - was einen Leiharbeiterschnitt von 13 Prozent ergibt.
Eine Ikea-Sprecherin wies die Kritik zurück. Leiharbeiter würden nur eingesetzt, um etwa in den Randzeiten flexibel reagieren zu können. Die Sprecherin sagte: "Leiharbeiter leisten bei uns acht Prozent der Gesamtarbeitsstunden." Von einem Missbrauch könne keine Rede sein.
Am Vormittag demonstrierten einige Dutzend Streikende vor dem Möbelhaus. Sie drückten Kunden Flugblätter in die Hand. Ihrem Unmut machten sie auch mit Ansagen über ein Megafon Luft. An den Kassen habe der Streik zwar keine Auswirkungen gehabt, aber Berater hätten in den Gängen gefehlt, sagte Gewerkschaftssekretär Klaus Grawunder am Mittag. "Und in der Logistik gab es einige Verzögerungen. Die Lkw zum Beispiel haben länger für das Be- und Entladen gebraucht."

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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