
"Verdi wird weiter Druck machen"
Viel gebracht haben die Streiks bei Amazon nicht. Trotzdem gibt sich Verdi unverzagt und kündigt weitere Arbeitskämpfe an. Denn ihr Ziel hat die Gewerkschaft noch lange nicht erreicht.
David WöllensteinRedakteurSchon im Januar hatte Verdi angekündigt, die Aktionen ausdehnen zu wollen. Streiks im osthessischen Bad Hersfeld und in Leipzig hatten bisher nicht zu einer Wende geführt.
Der Konzern hat stets abgelehnt, die Tarife des Einzelhandels als Grundlage zu nehmen. Aus Sicht von Amazon sind die Mitarbeiter in den Versandzentren, die etwa Bestellungen verpacken, nicht mit Verkäufern zu vergleichen, sondern mit Beschäftigten der Logistikbranche.
Und gemessen an den dort geltenden Tarifen liege die Bezahlung bei Amazon am oberen Ende des Üblichen, hieß es beim Unternehmen am Freitag. Die bisherigen Streiks hätten keine Auswirkung gehabt. Zudem würden sich die meisten Mitarbeiter an den Verdi-Aktionen auch nicht beteiligen.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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