Warenhaus-Krise verunsichert Immobilienwirtschaft

Warenhaus-Krise verunsichert Immobilienwirtschaft

2 Min.Aktualisiert am
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Die Schwäche der Kaufhäuser alarmiert Hausbesitzer, Stadtverwaltungen und Makler. Neue Konzepte für gefährdete Immobilien gefordert.

Beispiel Elmshorn in Schleswig-Holstein: „Die Schließung von Hertie wäre für uns ein herber Rückschlag im Bemühen, die Innenstadt attraktiver zu machen", sagte Vize-Bürgermeister Volker Lützen gegenüber der Zeitung Hamburger Abendblatt.

Klein- und Mittelzentren betroffen

„Insbesondere in Klein- und Mittelzentren sind die Kaufhäuser wichtige Innenstadtmagnete, die der Stadt schmerzlich fehlen würden", betont Magnus Danneck, Pressesprecher des auf Einzelhandelsimmobilien spezialisierten Maklers Kemper's Jones Lang LaSalle Retail.

Danneck ist besorgt, lässt sich jedoch nicht vom allgemeinen Pessimismus anstecken: „Wir glauben an die Zukunft der Warenhäuser. Sie müssen sich aber besser an die Bedürfnisse der Kunden vor Ort einstellen, und nicht nur immer das Standardsortiment anbieten”, sagt der Sprecher. Da es jedoch einzelne Standorte besonders hart treffen könnte, schließt er nicht aus.

Konzepte für die Zeit danach

Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) ist pessimistischer und denkt gar bereits an die Zeit nach der möglichen Schließung von Standorten.

„Um mittel- bis langfristig die Attraktivität des Einkaufens in der Innenstadt zu gewährleisten, wird es von entscheidender Bedeutung sein, die innenstädtischen Warenhaus-Immobilien neuen Nutzungen zuzuführen”, sagt Katrin Grumme, Vorsitzende des Arbeitskreises Einzelhandels im BFW.

„Es besteht die Chance, attraktive wettbewerbsfähige Flächen für starke Magnetkonzepte zu schaffen, die wieder Kaufkraft in die Innenstädte bringen. Gleichzeitig kann aber auch der lokale Einzelhandel gestärkt werden durch eine Kombination von Magnetmietern, starken Marken und lokalen Einzelhändlern”, betont die Expertin.

„Hier gilt verstärkt die Flächenflexibilität, Drittnutzungsfähigkeit sowie die Schaffung konkurrenzfähiger Flächen für den Einzelhandel, also ansprechende Raumhöhen, große Stützabstände und klare Grundrisse”, so Grumme.

Experten sagen jedoch, dass die Weiternutzung einer Kaufhausimmobilie sich oft schwierig darstellt. Hausbesitzer würden deshalb genau überlegen, bevor sie den schwächelnden Mieter kündigen.

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