Werbemacht Amazon greift an, Kahlschlag bei Karstadt, Hawesko, Müller, Höffner, Conrad, Karstadt, WholeFoods, Instacart, Flipkart

Werbemacht Amazon greift an, Kahlschlag bei Karstadt, Hawesko, Müller, Höffner, Conrad, Karstadt, WholeFoods, Instacart, Flipkart

Amazon greift nach den Werbe-Milliarden: Amazon wird wohl schon 2015 ein unternehmenseigenes Display Advertising Network starten und Anzeigenplätze ähnlich wie Google AdWords vermitteln. Zunächst sollen die Anzeigen auf der eigenen Website zu sehen sein, später auch auf den Websites anderer Publisher. Ein Targeting-El-Dorado. In einer demnächst erscheinenden Sonderpublikation der Agentur Sinner Schrader weise ich denn auch warnend darauf hin, dass Amazon damit die Werbe-Dienstleister ein Stüc...

OKOlaf KolbrückChefredakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Amazon greift nach den Werbe-Milliarden:

Amazon wird wohl schon 2015 ein unternehmenseigenes Display Advertising Network starten und Anzeigenplätze ähnlich wie Google AdWords vermitteln. Zunächst sollen die Anzeigen auf der eigenen Website zu sehen sein, später auch auf den Websites anderer Publisher. Ein Targeting-El-Dorado. In einer demnächst erscheinenden Sonderpublikation der Agentur Sinner Schrader weise ich denn auch warnend darauf hin, dass Amazon damit die Werbe-Dienstleister ein Stück weit überflüssig macht.

Es geht aber nicht nur darum, dass Amazon mit seinen Daten und seiner Reichweite tolle Conversion Rates hebeln kann, sondern jeder Klick verfeinert auch das Wissen von Amazon für bessere eigene Produkte, bessere eigene Inhalte und bessere eigene Services.

Gründe genug also, dass die W&V heute ihre Story über das Advertising-Imperium von Amazon mit Darth Vader auf dem Titelbild aufmacht.
Denn Amazon hat einen entscheidenen Vorteil gegenüber anderen Werbenetzwerken: Google weiß, was wir suchen. Amazon, gleichfalls eine Produktsuchmaschine, weiß außerdem, was wir wann kaufen.

Jetzt lesen: Höffner macht in E-Commerce. Parodie veralbert Amazon Echo.

Hawesko:

Die Tocos Beteiligung will die Mehrheit beim Weinhändler Hawesko übernehmen. Deren Reaktion: Oh, mal gucken. Derzeit hält die Beteiligungsgesellschaft des Hamburger Unternehmers Detlev Meyer 29,5 % an dem Hamburger Wein- und Sektkontor. Wiwo

Zitat des Tages: "Unser Unternehmerherz hängt an den vielen tollen Menschen im Handel und daran, mit ihnen gemeinsam gute Handelsformate erfolgreich zu gestalten. Und dann natürlich vor allem an unserem Parfümeriebereich, dem Lebenswerk meines Vaters. Dort ist die emotionale Bindung meiner Familie besonders stark." Das Interview mit Douglas-Chef Henning Kreke in der "Der Westen" liest sich streckenweise wie ein nostalgischer Abgesang in dem Bewusstsein, dass die Zukunft in der Atomisierung und im Nest eines globalen Kosmetik-Riesen liegt.

Tausendkind:

Der Versandhändler für Kindermode, Spielzeug und Accessoires will 2015 auch Möbel über den Online-Shop vertreiben. Neuhandeln

Höffner:

Auch das Möbelhaus Höffner bietet nun Shopping im Web. Das Online-Sortiment umfasst mehrere tausend Artikel. Internet World

Müller:

Der Drogerie-Filialist Müller führt die Prognose-Software von Blue Yonder ein. Anwender der Software, die unter anderem einen Abverkaufs-Prognose erstellt, sind auch die Otto Group und Bauhaus. Lebensmittel Zeitung

Conrad:

Datenleck bei Conrad. Über eine Sicherheitslücke war ein Zugriff auf Kundendaten und Kontoinformationen möglich. Conrad hat das Loch inzwischen gestopft. Ursache: vermutlich Schlampigkeit und unzureichendes Interesse am Datenschutz. Ein weit verbreitetes Problem im Onlinehandel. Golem

Karstadt:

Karstadt will laut einem Medienbericht bis zu 2000 Vollzeitstellen abbauen. In der Unternehmenszentrale in Essen solle "mehr als jeder vierte Arbeitsplatz" wegfallen. Bei karstadt.de ist die Rede von 90% der Belegschaft. Handelsblatt


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Online-Reputationsmanagement:

Pfui: Unternehmen wie TUI, Bayer, Opel sollen mit Hilfe der Agentur Modern Mind Marketing von Österreich aus Jubelpostings in Blogs und Onlineforen platziert haben. Datum.at

GLS:

Nach Düsseldorf, Frankfurt, Köln und Nürnberg bietet GLS die Abend- und Samstagszustellung jetzt auch in Berlin und München.

Digitale Welt:

Whole Foods / Instacart:

Macht sich bezahlt. So lautet die erste Bilanz der US-Kette Whole Foods mit dem Express-Lieferdienst Instacart. Die Bestellungen via Instacart machten im Schnitt das 2,5fache des sonst üblichen Warenkorbes aus. WSJ

Flipkart:

Nachdem Flipkart, das "Amazon Indiens", erst im Sommer eine Finanzspritze von einer Milliarde Dollar erhalten hat, soll nun eine weitere Finanzierungsrunde folgen und den E-Commerce-Händler auf eine Bewertung von 10 Milliarden Dollar heben. WSJ

Uber:

Ob die Gegner darauf hoffen dürfen, dass Uber eines Tages das Geld ausgeht? Der Kurierdienst ist jedemfalls auf der Suche nach einer weiteren Milliarde Dollar an Investorengeldern. Erst vor einem halben Jahr hat Uber eine Finanzierungsrunde von 1,2 Milliarden Dollar abgeschlossen. FT

Digitale Trends & Fakten:

Facebook:

Facebook will den Frust mit dem Newsfeed reduzieren und rollt seit Freitag die Option aus, seinen Newsfeed besser zu verwalten. Via Browser gelangen Nutzer in die Einstellungen für den Newsstream. Dort wird ihnen unter anderem angezeigt, welchen Nutzern sie folgen und wie oft diese Beiträge verschickt haben. Dort kann man dann auch einzelne Nutzer aus dem Stream löschen und neue hinzufügen. Auch am einzelnen Posting kann man an der Sichtbarkeit herumschrauben. Facebook

Multichannel:

Sie können es nicht, die Verkäufer. Multichannel nämlich. „Nur jeder zehnte Verkäufer machte den Kunden auf den hauseigenen Online-Shop aufmerksam.“ Das sagt die Konsumenten-Befragung „Consumer Barometer“ vom Institut für Handelsforschung (IFH) in Köln und die Beratungsgesellschaft KPMG. Aber bringt es den Mitarbeitern auch jemand richtig bei? TextilWirtschaft

Zahl des Tages:
Aus der Sicht der Online-Shopper gehören insbesondere Informationen zu Angeboten oder Rabatten (49%), zu Versandkosten (44%) und zu den Zahlungsmöglichkeiten (43%) auf die Startseite. Das ist nur Ergebnis der branchenübergreifenden E-Commerce-Studie "Black-Box Online-Shopping" von Markt & Konzept, die Kunden auch nach ihrem idealen Shop befragt hat. etailment

Grafik des Tages: Shopping im Netz ist wichtiger als Facebook. Sagt eine Studie.

Infografik: Deutsche Internetnutzer shoppen mindestens einmal pro Woche im Netz | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista


Video des Tages:
So richtig weiß man wirklich nicht, was sich Amazon mit seinem Horchposten für das Wohnzimmer gedacht hat. Kein Wunder also, dass die Parodie auf den gruseligen Werbefilm für die Box Echo schon über zwei Millionen Zuschauer hat. Youtube

Beliebtester Beitrag am Vortag: Wochenrückblick: Der ideale Shop, der ideale Kunde und der schönste Weihnachts-Spot von allen

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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