
"Wir zahlen unsere Rechnungen"
Neuer Wirbel um Arcandor. Laut einem Zeitungsbericht kann der Konzern seine Lieferanten nicht mehr bezahlen. Das Unternehmen hat diese Behauptung zurückgewiesen.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailment900 Millionen Euro werden gebraucht
Arcandor steht mit dem Rücken zur Wand. Milliardenschulden, rote Zahlen und ein zuletzt negativer Cash-Flow zwingen den seit März amtierenden Konzernchef Karl-Gerhard Eick zum Handeln. Allein bis Juni werden 650 Millionen Euro gebraucht. Den Finanzbedarf für die kommenden fünf Jahre sieht Eick bei weiteren 900 Millionen Euro.
Angeblich solllen sich einige der kleineren Gläubigerbanken quergestellt haben. Hauptkreditgeber von Arcandor sind die Commerzbank, die BayernLB und die Royal Bank of Scotland (RBS).
Arcandor hatte zudem angekündigt, in Kürze Staatshilfe beim Bund zu beantragen. Bislang wurde der Antrag aber noch nicht gestellt, sagte ein Sprecher. Vom Mittelstand gab es bereits Kritik am Wunsch nach staatlicher Hilfe für Arcandor.
dpa, ges

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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