Die Insolvenzmeldung stammt aus dem Jahr 2009. Nach dem Neustart 2010 expandierte Woolworth erneut. Aktuelle Unternehmensquellen ordnen die historische Meldung ein.
Aktualisiert am 11. September 2026: Redaktion etailment. Der ursprüngliche Beitrag und sein Veröffentlichungsdatum bleiben als Archiv erhalten.
Diese Meldung betrifft die Insolvenz von 2009. Sie ist keine Nachricht über ein neues Insolvenzverfahren. Für die heutige Einordnung sind der Neustart der Gesellschaft und die seitherige Entwicklung entscheidend.
Neustart 2010 statt Ende der Marke
Nach der Unternehmenschronik von Woolworth wurde 2010 die Woolworth GmbH gegründet. 158 Standorte samt Inventar und Mietverträgen wurden fortgeführt. Der Firmensitz wechselte nach Unna. Die damalige Krise darf deshalb nicht ohne diesen Einschnitt auf das heutige Unternehmen übertragen werden.
2026 meldete Woolworth seinen 1.000. europäischen Store
Am 5. März 2026 meldete Woolworth die Eröffnung seines 1.000. Stores in Europa in Essen. In derselben Unternehmensmitteilung nannte der Händler rund 850 deutsche Standorte und plante für das Jahr mehr als 200 Neueröffnungen europaweit. Das sind Angaben und Planungen zum damaligen Mitteilungszeitpunkt, keine hier neu erhobene Filialzählung.
Was Händler daraus ableiten können
Redaktionelle Einordnung: Eine alte Insolvenzmeldung ersetzt keine aktuelle Bewertung eines Wettbewerbers oder Geschäftspartners. Wer Standortentscheidungen vorbereitet, sollte die heute tätige Gesellschaft, aktuelle Filialen und das lokale Sortiment prüfen. Die Zahl neuer Geschäfte allein belegt noch keine Rentabilität. Für Lieferanten sind aktuelle Vertragspartner und Zahlungsbedingungen entscheidend, nicht die fortgeführte Marke allein.
Archiv: Originalbeitrag vom 01.07.2009 — Woolworth: Insolvenzverfahren eröffnet
Das Amtsgericht Frankfurt hat das Insolvenzverfahren über die angeschlagene Kaufhauskette Woolworth Deutschland eröffnet.Zum Insolvenzverwalter wurde nach Mitteilung vom Mittwoch der Frankfurter Rechtsanwalt Ottmar Hermann bestellt, der bislang schon vorläufiger Insolvenzverwalter war.Die DWW Woolworth Deutschland GmbH & Co. KG hatte wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Mitte April einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen beschäftigt bundesweit derzeit noch mehr als 9.000 Mitarbeiter.
Hermann will nach früheren Angaben das Kerngeschäft um die Marke Woolworth sichern und etwa die Hälfte der 311 Filialen des fast 83 Jahre alten Unternehmens erhalten.
