Foto: Lageraufsicht mit Warnweste prüft Papier neben Paletten, zwei Lkw stehen an Laderampen.
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Allianz Trade: Erst 2028 sinkt die Zahl der Pleiten

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Auch 2027 dürften rund 25.900 deutsche Unternehmen in die Insolvenz rutschen, so viele wie zuletzt 2013, zitiert Handelsblatt.com eine Prognose von Allianz Trade. Für dieses Jahr erwarte der Kreditversicherer ebenso viele Fälle. Deutschland-Chef Milo Bogaerts mache Iran-Krieg, Konjunkturflaute, Fachkräftemangel und hohe Betriebskosten verantwortlich; besonders hart treffe es unter anderem Transport und Logistik. Erst 2028 sinke die Zahl um fünf Prozent auf 24.600. Dann könne die Konjunkturpolitik der Regierung deutlicher greifen.

Allianz Trade erwartet weiter hohe Insolvenzzahlen

Die Lage vieler deutscher Firmen bleibt angespannt: Nach einer Prognose des Kreditversicherers Allianz Trade dürften 2026 und 2027 jeweils nahezu 26.000 Betriebe in die Insolvenz rutschen. Konkret rechnet Allianz Trade laut Handelsblatt.com auch für 2027 mit rund 25.900 deutschen Unternehmen. Das wäre ein Niveau, wie es zuletzt 2013 erreicht wurde.

Für das laufende Jahr erwartet der Kreditversicherer demnach ebenso viele Fälle. Damit verfestigt sich ein Bild, in dem immer mehr Unternehmen zu Sanierungsfällen werden. Von einer schnellen Entspannung kann auf Basis dieser Zahlen keine Rede sein. Die erwartete Größenordnung zeigt vielmehr, dass die Belastungen breit genug wirken, um die Insolvenzzahlen über zwei Jahre hinweg auf einem sehr hohen Stand zu halten.

Mehrere Belastungsfaktoren treffen die Wirtschaft zugleich

Allianz-Trade-Deutschland-Chef Milo Bogaerts verweist auf mehrere Ursachen. Genannt werden der Iran-Krieg, die anhaltende Konjunkturflaute, Fachkräftemangel und hohe Betriebskosten. Diese Faktoren erhöhen den Druck auf Betriebe, deren finanzielle Spielräume ohnehin begrenzt sind. Besonders hart trifft die Entwicklung nach der Einschätzung unter anderem Transport und Logistik.

Die Kombination aus schwacher Nachfrage, knappen Fachkräften und steigenden Kosten kann Sanierungen erschweren. Für betroffene Betriebe geht es dann häufig um Liquidität, tragfähige Kostenstrukturen und die Frage, ob operative Anpassungen schnell genug greifen. Die Prognose macht deutlich, dass die Insolvenzwelle kein kurzfristiger Ausschlag bleibt, sondern sich bis 2027 auf hohem Niveau fortsetzen dürfte.

Trendumkehr erst für 2028 erwartet

Eine Entspannung zeichnet sich laut Allianz Trade erst später ab. Für 2028 erwartet der Kreditversicherer einen Rückgang der Insolvenzen um fünf Prozent auf 24.600 Fälle. Dann könnte die Konjunkturpolitik der Regierung deutlicher greifen. Der Rückgang wäre damit ein erstes Signal für eine Trendumkehr, bliebe aber gemessen am Ausgangsniveau begrenzt.

Für die deutsche Wirtschaft bedeutet die Prognose, dass die Phase erhöhter Insolvenzrisiken voraussichtlich anhält. Der Wendepunkt liegt nach Einschätzung von Allianz Trade erst im übernächsten Jahr: von 25.900 Fällen 2027 auf 24.600 Fälle im Jahr 2028.

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