Zalando: Mehr Umsatz ist nicht alles

Zalando: Mehr Umsatz ist nicht alles

Mit Zalando geht es weiter voran. Im zweiten Quartal schoss der Umsatz um über ein Drittel in die Höhe. Allerdings belasten den Onlinehändler die höheren Kosten für Bezahlvorgänge.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Der Umsatz wuchs nach vorläufigen Berechnungen um 33 bis 35 Prozent auf 727 Millionen bis 738 Millionen Euro, wie Zalando mitteilte. Das Wachstum fiel damit deutlich höher aus als Analysten erwartet hatten und sich Zalando selbst zum Ziel gesetzt hatte. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) liege zwischen 22 und 37 Millionen Euro, im Vorjahrjahresquartal waren es 35 Millionen gewesen. Hier würde Zalando die eigenen Ziele nur erfüllen, wenn das endgültige Ergebnis am oberen Ende der Spanne liegt.

Deutlich über dem Ziel

Die Ebit-Marge - was vom Umsatz als Gewinn hängen bleibt - sei durch vorübergehend gestiegene Kosten für die Zahlungsabwicklung gestiegen, hieß es. Händler müssen etwa bei Bezahlungen per Rechnung mit höheren Kosten rechnen, zum Beispiel für Bonitätsprüfungen und Mahnungen. Die detaillierten Geschäftszahlen will Zalando am 13. August veröffentlichen.

Im ersten Halbjahr liegt das Unternehmen mit einem Umsatzanstieg um 31 bis 32 Prozent deutlich über dem bisher gesetzten Ziel. Die im Herbst für 21,50 Euro das Stück an die Börse gebrachte Aktie hatte zuletzt deutlich an Wert gewonnen und in der Erwartung starker Zahlen erst vergangene Woche ein Rekordhoch erreicht. Der Versandhändler ist an der Börse mit rund acht Milliarden Euro bewertet. Am Dienstag gab der Kurs zunächst nach.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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