Zooplus treibt Internationalisierung voran

Zooplus treibt Internationalisierung voran

Der Internethändler für Heimtierprodukte legte im ersten Quartal dieses Jahres beim Umsatz um 25 Prozent zu und schreibt wieder schwarze Zahlen. Die Expansion in Europa soll nun rasch voranschreiten, um einem potentiellen Konkurrenten zuvorzukommen.

SRSybille RoemerRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Wie das Unternehmen mit Sitz in München meldet, wurde das Wachstum vor allem durch die Umsatzerlöse in Höhe von 70,3 Millionen Euro getragen – ein Plus von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen dementsprechend rund 3,3 Millionen Euro.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich demnach auf 0,4 Millionen Euro – nach einem Minus von 1,1 Millionen Euro im Vergleichszeitraum. Das Konzernergebnis gibt der Versender mit 0,1 Millionen Euro an – nach einem Minus von einer Millionen Euro im ersten Quartal des Vorjahres. Das Minus im Vorjahr war jedoch "geplant": Zooplus investierte in ein neues Logistikzentrum in Eisenach-Hörselgau, damit die Versandkapazitäten mit dem hohen Expansionstempo in Europa mithalten können.

Eigenkapitalquote rund 60 Prozent

Für die Aktionäre – die Mehrheit an Zooplus hält Hubert Burda Medien mit gut 50 Prozent der Anteile – ergibt sich hieraus ein Ergebnis je Aktie von 0,01 Euro, verglichen mit -0,17 Euro im Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalquote liegt den Angaben zufolge zum 31. März bei 61 Prozent – und somit "deutlich oberhalb des langfristig angestrebten Zielkorridors zwischen 30 Prozent und 40 Prozent", sagt Zooplus-Finanzvorstand Florian Seubert.

"Mit dem erreichten Wachstum im ersten Quartal liegen wir voll im Plan. Dennoch sehen wir hier zukünftig noch weitere Luft nach oben – unsere Internationalisierungsstrategie wird hierzu entscheidend beitragen", so der Finanzchef. In diesem Zusammenhang freue sich das Unternehmen, nun auch Ungarn, Rumänien und Slowenien mit lokalen Webshops bedienen zu können.

"E-Commerce im Bereich Heimtier gewinnt europaweit nach wie vor stark an Bedeutung", ist Seubert überzeugt. "Wir streben deshalb maximales Wachstum in allen wichtigen Märkten an." Im laufenden Geschäftsjahr wolle Zooplus mindestens 320 Millionen Euro Gesamtleistung erreichen, "2013 dann mindestens 400 Millionen Euro bei jeweils positivem EBITDA."

Fressnapf will aufholen

Die ehrgeizigen Ziele sind durchaus auch an die Adresse des Filialisten Fressnapf gerichtet: Der stationäre Händler für Tierbedarf hat das Onlinegeschäft erst verschlafen, will nun aber auch im Internet durchstarten und verspricht "massive Investitionen" auf allen Vertriebskanälen.

Kürzlich erklärte Fressnapf-Chef Torsten Toeller auf einer Kundenveranstaltung des Softwareherstellers SAP, es gelte es für sein Unternehmen, nun "richtig wettbewerbsfähig zu werden". Mit einer veränderten Geschäftsstrategie will der Filialist zum ernstzunehmenden Cross-Channel-Händler werden.

Ein wichtiger Teil der Modernisierung ist für Toeller die Einführung des Standard-Warenwirtschaftssystems SAP Retail inklusive eines CRM-Programms für die Kundenpflege. Fressnapf soll trotz Internet-Konkurrenz weiter profitabel wachsen und in fünf Jahren 15 Prozent des Umsatzes online erzielen.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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