Morning Briefing

4.433 Beiträge

Foto: Lagerarbeiter legt ein Paket in einen Korb zwischen Regalen und Förderband.
© Black Forest Labs / Flux

Amazon USA plant 1.000 Mini-Lager für „Same Day“

Amazon will sein Netz für Lieferungen am Bestelltag in den USA bis 2031 von rund 85 auf mehr als 1.000 Standorte ausbauen, berichtet Businessinsider.com. Unter dem Codenamen „Project Mercury“ solle für 80 Prozent der US-Prime-Kunden ein Lager mit den 90.000 gefragtesten Artikeln höchstens zehn Meilen Luftlinie entfernt stehen. Konkurrent Walmart habe durch seine Filialen bereits ein solches Netzwerk, das sogar 90 Prozent der US-Bevölkerung erreiche. Walmart beliefere laut eigenen Angaben 95 Prozent der Haushalte in unter drei Stunden. Der Ausbau schage für Amazon 2026 und 2027 mit 6,8 Mrd. Dollar zu Buche.

Redaktion17.09.262 Min.
Foto: Gefaltetes Hemd, Handscanner und Versandkarton auf einem Packtisch im Fulfillment-Lager
© Black Forest Labs / Flux

Mytheresa liegt weiter vor Konzernschwestern

Die Münchner Luxusmode-Plattform Mytheresa wächst laut Pressemitteilung weiter zweistellig: Im vierten Geschäftsquartal bis Ende Juni stieg der Umsatz währungsbereinigt um 10,2 Prozent. Die gesamte LuxExperience-Gruppe habe 653,6 Mio. Euro umgesetzt, 6,1 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Net-a-Porter und Mr Porter hätten erstmals seit der Übernahme zugelegt und ein positives bereinigtes Ebitda erzielt.

Redaktion17.09.262 Min.
Foto: Frau hält ein schlichtes Etikett über einem offenen Paket in einem hellen Heimstudio.
© Black Forest Labs / Flux

Gewährleistungslabel: Etsy schickt Händler in die Grauzone

Zehn Tage vor dem Start des EU-Gewährleistungslabels am 27. September hat Etsy keine technische Lösung, berichtet Haendlerbund.de. Der Support rate Händlern, das Label in Angebotsbeschreibung, Shop-Ankündigung oder Bestätigungsnachricht unterzubringen. Laut Händlerbund tauge nichts davon: Die Beschreibung erlaube keine Bilder, die Ankündigung liege abseits des Kaufprozesses, die Bestätigung komme zu spät. Händlern bleibe die Wahl zwischen Abmahnrisiko und Verkaufspause.

Redaktion17.09.263 Min.
Foto: Mann klebt ein Barcodeetikett auf ein Paket an einem hellen Arbeitsplatz mit Regalen.
© Black Forest Labs / Flux

Digitalwirtschaft liegt deutlich vor Autobau

Die Digitalwirtschaft erwirtschaftet in Deutschland jährlich 481,5 Mrd. Euro, berichtet T3N.de. Das entspreche knapp zwölf Prozent der Wirtschaftsleistung, der Autobau komme nur auf rund fünf Prozent. Rund 192 Mrd. Euro stammten von 63.000 Firmen mit rein digitalen Produkten, knapp 289 Mrd. Euro von 166.000 digital getriebenen Unternehmen wie Online-Händlern. Die Branche sei zu 95 Prozent mittelständisch und sichere rund neun Mio. Jobs.

Redaktion17.09.262 Min.
Foto: Kosmetikprodukte, Smartphone auf Stativ und Versandtaschen auf hellem Tisch vor unscharfen Regalen
© Black Forest Labs / Flux

Sephora USA: Erst Tiktok, dann die Filiale

Ab 19. September verkauft der Beautyhändler Sephora in den USA Neuheiten zuerst in einem Tiktok-Pilotshop, berichtet Retail-News.de. Einmal im Monat bringe dann der „Sephora Drop Shop“ Produkte ausgewählter Partnermarken, angeschoben von Teasern und Creator-Clips; ein Livestream mit Markengründern verkaufe sie schließlich direkt. Erst danach lande eine Auswahl auf Sephora.com und in den Filialen. Wie lange das dauern werde, lasse der Händler offen.

Redaktion17.09.263 Min.
Foto: Frau mit Einkaufskorb betrachtet Haushaltswaren in einem hellen Supermarktgang
© Black Forest Labs / Flux

Peking verfehlt sein Wachstumsziel

Chinas Einzelhandelsumsatz legte im August nur um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu, berichtet Manager-Magazin.de. Ökonomen hätten mit 0,8 Prozent gerechnet. Die Investitionen in Sachanlagen seien bis Ende August um 7,2 Prozent geschrumpft, die in Immobilien um rund ein Fünftel. Noch stützten die Exporte die Konjunktur, diese hätten im August um ein Viertel zugelegt. Für das Gesamtjahr strebe Peking ein Wachstum von 4,5 bis 5,0 Prozent an, was aber ohne weitere Stützmaßnahmen ein wackeliges Ziel sei.

Redaktion16.09.262 Min.
Foto: Mann recherchiert am Laptop neben zwei Produktdosen an einem hellen Esstisch.
© Black Forest Labs / Flux

Zwei Ebenen der Suche: KI berät, Google prüft

Generative KI schiebt sich vor den Kaufklick: In mehr als elf Prozent der untersuchten Shopping-Reisen taucht sie vor der Transaktion auf, zitiert Retail-News.de den „State of E-Commerce“-Report von Similarweb. Vor zwei Jahren seien es keine fünf Prozent gewesen. Die klassische Suche behalte ihren Platz: In 89 Prozent der untersuchten Fälle griffen die Verbraucher zusätzlich zur Suchmaschine. Für Händler werde damit die zweite Sichtbarkeitsfrage, nämlich ob die KI ihre Produkte überhaupt erwähne, noch dringlicher.

Redaktion16.09.263 Min.
Foto: Lagerarbeiter prüft Pakete auf einem Förderband in einem hellen Verteilzentrum
© Black Forest Labs / Flux

Shein investiert in Indiana

Shein hat in Lebanon, Indiana, ein hochautomatisiertes Verteilzentrum mit rund 68.500 Quadratmetern eröffnet, berichtet Digitalcommerce360.com. Damit komme der Modehändler im Bundesstaat auf gut 232.000 Quadratmeter und momentan 1.300 Beschäftigte, doch hunderte weitere Stellen sollen noch folgen. Der Ausbau folge knapp zwei Wochen nach dem Börsengang in Hongkong, bei dem Shein mit 26,5 Mrd. Dollar bewertet worden sei.

Redaktion16.09.262 Min.
Foto: Mann mit Brille prüft eine Hautcreme-Dose an hellem Schreibtisch neben Laptop und Flaschen.
© Black Forest Labs / Flux

KI-Suche ignoriert Luxus-Hautpflege

Luxusmarken für Hautpflege tauchen in KI-Empfehlungen kaum auf, berichtet Retailasia.com. Sechs der zehn größten Premiummarken im Online-Handel lägen bei KI-Verweisen jenseits von Platz 300. Helena Rubinstein beispielsweise rangiere im E-Commerce auf Platz 15, bei KI-Referrals auf Rang 1.531. Allerdings liefere Markenkunstsprache wie „Miracle Broth“ der KI auch wenig Verwertbares. Nur acht Prozent von 36.917 analysierten Marken erzielten überhaupt messbare KI-Verweise.

Redaktion16.09.263 Min.
Foto: Offener Versandkarton mit Kleidung, Kosmetik und Elektronik auf Packtisch im Lager.
© Black Forest Labs / Flux

Tiktok Shop setzt in den USA 15 Mrd. Dollar um

Tiktok Shop setzte 2025 in den USA 15,1 Mrd. Dollar um, 68 Prozent mehr als im Vorjahr, berichtet Retailnews.asia. Für 2026 peile Bytedance 20 Mrd. Dollar an. Mode, Kosmetik und Unterhaltungselektronik hätten den Großteil der Bestellungen ausgemacht. Niedrige Provisionen und subventionierter Versand lockten Händler weg von Amazon. Partnerlager in Kalifornien und Texas verkürzten die Versandwege. Zu erwarten sei, dass die Werbekosten für die Händler weiter steigen werden.

Redaktion16.09.262 Min.
Foto: Frau stellt in einem Supermarkt Gemüse und gekühlte Waren in eine Stofftasche im Einkaufswagen.
© Black Forest Labs / Flux

Rewe liefert auch über Wolt, Uber Eats, Lieferando

Rewe liefert Lebensmittel auch über Wolt, Uber Eats und Lieferando aus, berichtet Retail-News.de. In Köln bringe Wolt Einkäufe aus zunächst fünf Filialen, Uber Eats starte in Frankfurt am Main, Lieferando in Hamburg und Jena. Das Personal kommissioniere im Markt aus 5.000 bis 9.000 Artikeln, die letzte Meile übernehme der jeweilige Dienst. Rewe halte rund ein Fünftel an Flink und öffne sein Filialnetz trotzdem der Konkurrenz. Noch 2026 solle das Angebot weitere Großstädte erreichen.

Redaktion16.09.262 Min.
Foto: Frau mit grauem Kurzhaar nutzt am Esstisch ein Smartphone neben Lebensmitteln und Haushaltsartikeln
© Black Forest Labs / Flux

KI im Alltag: China hängt die USA ab

Beim alltäglichen KI-Einsatz zieht China an den USA vorbei, zitiert Scmp.com eine Morgan-Stanley-Umfrage. 80 Prozent der befragten Chinesen griffen mindestens wöchentlich privat zu KI, in den USA seien es nur 54 Prozent. Die Zahl der Nutzer generativer KI habe sich binnen eines Jahres von 249 Mio. auf 602 Mio. mehr als verdoppelt. Der Vorsprung stamme nicht aus stärkeren Modellen oder Standalone-Chatbots, sondern aus alltäglichen KI-Funktionen, die bereits in Shopping-, Such- und Messaging-Apps integriert seien.

Redaktion16.09.263 Min.

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

10.800+ Entscheider lesen das Morning Briefing · ≈ 50 % Öffnungsrate

  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.