Morning Briefing

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Foto: Kartons und graue Versandtaschen in einem Paketlocker vor hellen Wohnhausfenstern
© Black Forest Labs / Flux

Koreaner bummeln bei Temu und Co. und kaufen bei Coupang

Aliexpress und Temu gewinnen in Südkorea Nutzer, setzen aber weniger um, berichtet Chosun.com. Zusammen mit Shein seien die geschätzten Kartenzahlungen der Plattformen im August um 19,6 Prozent auf umgerechnet rund 91 Mio. Euro geschrumpft. Bei Aliexpress stehe einem Nutzerplus von 15,9 Prozent ein Zahlungsminus von 27,9 Prozent gegenüber. Marktführer Coupang habe dagegen um 12,6 Prozent auf rund 3,1 Mrd. Euro zugelegt. Analysten verweisen auf einen gesättigten Markt, den starken Dollar und die Schadstoffe in chinesischer Billigware.

Redaktion22.09.263 Min.
Foto: Frau prüft Formulare an einem Schreibtisch neben einem aufgeklappten Laptop im Büro.
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B2B-Vertrieb: Kunden drängeln, Formulare bremsen

Fast drei Viertel der Großhändler und Hersteller fürchten, Kunden zu verlieren, wenn sie Anfragen nicht am selben Tag beantworten, zitiert Retail-News.de das „B2Best-Barometer“ von ECC Köln, Synaigy und Intershop. Zugleich verschlinge Verwaltungsarbeit bei 39 Prozent der Unternehmen mehr als 40 Prozent der Vertriebszeit. Als größte Bremse gelte das manuelle Erfassen von Angeboten und Aufträgen. Nur rund jedes dritte Unternehmen biete Kunden umfassenden Self-Service, die Mehrheit beschränke sich auf einfache Bestellfunktionen.

Redaktion22.09.263 Min.
Foto: Mann prüft Kartons im Lagerregal mit einem Handscanner.
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Warenkorbabbrüche, Suchanfragen, Ladenhüter: KI schafft Ordnung

Online-Händler brauchen für bessere Entscheidungen keine zusätzlichen Daten, sondern einen klügeren Blick auf die vorhandenen, argumentiert Techbullion.com. Jeder Produktaufruf, jede Suche, jeder abgebrochene Warenkorb sende Signale. KI könne Traffic, Konversionen und Kaufverhalten verknüpfen und zeigen, welcher Artikel viele Besucher anlocke, aber kaum Käufer finde. So könne sie auch im Lager helfen, zwischen vergriffenen Rennern und kapitalbindenden Ladenhütern zu steuern. Zudem könne sie Ausreißer früher entdecken als der klassische Report.

Redaktion22.09.263 Min.
Foto: Frau prüft eine geöffnete Nudelpackung neben einem Karton auf einer hellen Küchenarbeitsplatte
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Nudelpackung auf, Widerrufsrecht bleibt

Ein aufgerissener Nudelbeutel kostet Kunden nach deutschem Recht nicht das Widerrufsrecht, erklärt Haendlerbund.de. Ausgeschlossen sei es bei schnell verderblicher Ware wie frischem Fisch oder Torten sowie bei versiegelten Hygieneprodukten mit gebrochenem Siegel. Bei Nudeln, Reis oder Mehl fehle ein solches Siegel meist. Der Händler könne aber Wertersatz verlangen, sofern er korrekt belehrt habe: Um Zutaten oder Haltbarkeit zu prüfen, müsse niemand die Packung öffnen. Einen pauschalen Abzug erlaube das Gesetz nicht – maßgeblich sei der tatsächliche Wertverlust.

Redaktion22.09.263 Min.
Foto: Frau öffnet in heller Küche ein kleines Paket neben Schwamm, Tuch und Reinigungsmitteln.
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Temu ist Nummer eins in vier EU-Ländern

Drei Jahre nach dem Markteintritt führt Temu den Online-Handel in Finnland, Kroatien, Ungarn und Slowenien an, berichtet Retail-News.de unter Berufung auf ECDB-Daten für 2025. In acht weiteren Ländern, darunter Frankreich und Österreich, lande die Plattform auf Platz zwei. Temu profitiere dort vom Fehlen eines großen heimischen Marktplatzes und von Kunden, die ohnehin gern grenzüberschreitend bestellen. In Deutschland, der Schweiz oder Großbritannien reiche es bislang nicht für die ersten zwei Plätze, wohl aber für die Top Ten. Die verschärften Zölle seien in den Zahlen allerdings noch kaum sichtbar.

Redaktion22.09.263 Min.
Foto: Beauty- und Wellnessprodukte mit gerolltem Handtuch auf hellem Ladenregal
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Schönheit und Gesundheit teilen sich jetzt ein Portemonnaie

Beauty, Gesundheit und Wellness verschmelzen für US-Verbraucher zu einem einzigen Budgetposten, berichtet Cnbc.com. Wer eine Nachtcreme suche, wäge sie ebenso gegen einen Personal Trainer ab wie gegen die nächste Creme. Vier von zehn Befragten wünschen sich demnach breitere Sortimente klassischer Beautymarken, 42 Prozent der Manager wollen dagegen beim Kerngeschäft bleiben. Andere rücken die Regale bereits zusammen: Ulta eröffnet Wellness-Boutiquen, Procter & Gamble kauft den Supplement-Hersteller Thorne für 3,8 Mrd. Dollar.

Redaktion22.09.263 Min.
Foto: Mann sortiert Unterlagen an einem Logistikschreibtisch neben Kartons und Lagerregalen
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Bürokratie ist Standortproblem Nummer eins

Jedes zweite deutsche Unternehmen nennt Bürokratie und Regulierung als größtes Standortproblem, zeigt eine Umfrage des Ifo-Instituts. Auf Platz zwei lande mit weitem Abstand die Energie (27 Prozent), dahinter die Arbeitskosten (22 Prozent). Die Klage hänge an der Betriebsgröße: Von den Solo-Selbständigen nenne sie nur jeder Dritte, bei großen Unternehmen seien es 59 Prozent. Der Handel setze einen eigenen Akzent: Ein Viertel der Händler nenne die schwache Wirtschafts- und Auftragslage als Problem, so viele wie in keinem anderen Wirtschaftsbereich.

Redaktion22.09.262 Min.
KI-generiertes Symbolbild: Amazon blockt Metas Muse
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Amazon blockt Metas Muse

Amazon sperrt seit Sonntagabend Metas KI-Assistenten Muse von seinem Marktplatz aus, berichtet Winfuture.de. Der Agent vergleiche Preise, fülle Warenkörbe und schließe Käufe ab, gebe sich dabei nicht als Maschine zu erkennen. Genau das verlange Amazon aber von Shopping-Bots. Zudem befürchte der Händler, Muse könne Zugangsdaten abgreifen. Winfuture vermutet ein handfesteres Motiv: Wer per Agent einkaufe, überspringe Produktseiten samt gesponserter Artikel. Wirtschaftlich wichtig: Amazon setzte im vergangenen Jahr rund 59 Mrd. Euro mit Werbung um.

Redaktion22.09.262 Min.
Foto: Mann am Schreibtisch arbeitet an Laptop mit unscharfer Videokachel-Ansicht und Notizzettel daneben
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Warum Mediabudgets Richtung Youtube wandern

Große Marken verschieben Mediabudget vom Fernsehen zu Youtube, berichtet Textilwirtschaft.de. Bayer habe TV und Youtube für Iberogast nicht mehr getrennt geplant, sondern die Reichweite gemeinsam berechnet, und sei in der Zielgruppe von 45 auf 67 Prozent Netto-Reichweite gekommen. Nestlé habe einem Creator beim Launch eines Kaffeekonzentrats die kreative Führung überlassen: 75 Prozent höhere Klickrate, 30 Prozent niedrigere Akquisekosten. E.ONs Reality-Serie zur Energiewende habe die Markenerwägung bei Hausbesitzern um zwei Prozentpunkte gehoben.

Redaktion21.09.263 Min.
KI-generiertes Symbolbild: Zehn Jahre Tiktok: Vom Playback-Portal zur Kaufmaschine
© OpenAI

Zehn Jahre Tiktok: Vom Playback-Portal zur Kaufmaschine

Vor zehn Jahren ging in Peking die App „A.me“ an den Start, aus der erst Douyin und dann Tiktok wurde, berichtet Heise.de. Der Feed sei aber nie dem Freundesnetz gefolgt, sondern dem Interesse: Die „For You“-Seite messe Verweildauer millisekundengenau und hebe auch Accounts ohne Follower vor Millionenpublikum. Meta, Google und Snapchat zogen nach. Mit eigenem Shop, Live-Verkauf und Kauf per Fingertipp pflügt Bytedance inzwischen ein Revier um, das lange Amazon und dem Einzelhandel gehörte.

Redaktion21.09.263 Min.
Foto: Frau arrangiert Dekoartikel neben einem Smartphone mit unscharfer Shopping-Ansicht auf dem Tisch
© Black Forest Labs / Flux

Pinterest macht Suchbilder zu Verkaufsflächen

Pinterest schiebt Anzeigen künftig direkt in die Bildersuche, meldet Retail-News.de. Die „Visual Search Ads“ sollen in Suchergebnissen und in vergrößerten Pins erscheinen und Keyword-Signale mit der Produkterkennung der Plattform verknüpfen. Die Beta läuft in den kommenden Wochen in allen Werbemärkten an. Parallel bekommt die Automatisierungsplattform Performance+ eigene A/B-Tests und „Priority Products“ für einzelne Artikel.

Redaktion21.09.263 Min.
Foto: Mann prüft Produktverpackungen neben einem geöffneten Laptop in hellem Büro
© Black Forest Labs / Flux

Walmart öffnet Scintilla für Marktplatzdaten

Walmart erweitert seine Datenplattform Scintilla im kommenden Jahr um Marktplatzdaten, berichtet Digiday.com. Lieferanten, die zugleich über Walmarts Marktplatz verkaufen, sollen dort beide Vertriebswege nebeneinander sehen. Dazu kommen konfigurierbare Dashboards, eigene Warnmeldungen und ein ausgebauter KI-Assistent namens „Marty“, der nicht mehr nur Berichte zusammenfasse, sondern Empfehlungen ausspreche – etwa, warum Kunden abwandern. Reine Marktplatzhändler bleiben vorerst außen vor.

Redaktion21.09.263 Min.

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