Vor dem geplanten Aktienrückkauf an der Börse Warschau hat der polnische Marktplatz Allegro vorläufige Q2-Zahlen veröffentlicht, meldet Ecommercenews.eu. Das konsolidierte Gruppen-GMV sei im zweiten Quartal um 14,4 Prozent gewachsen; das polnische um 12 Prozent, das internationale Segment gar um 82,4 Prozent. Im ersten Halbjahr habe das bereinigte Ebitda der Gruppe um 16,9 Prozent zugelegt. Anfang 2026 hatte der Konzern die Töchter Slowenien und Kroatien abgestoßen.
Allegro meldet starkes Wachstum vor Aktienrückkauf
Der polnische Online-Marktplatz Allegro hat vor dem geplanten Aktienrückkauf an der Börse Warschau vorläufige Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht, wie Ecommercenews.eu berichtet. Demnach blieb die Plattform im ersten Halbjahr 2026 auf Wachstumskurs: Das konzernweite Gross Merchandise Value (GMV) stieg im zweiten Quartal um 14,4 Prozent, während das polnische GMV um 12 Prozent zulegte. Besonders dynamisch entwickelte sich das internationale Geschäft, dessen GMV im selben Zeitraum um 82,4 Prozent wuchs.
Auch auf Halbjahressicht zeigt Allegro eine robuste Entwicklung. Das GMV der Gruppe erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,7 Prozent, das internationale GMV um 64,8 Prozent. Nach Unternehmensangaben liegen mehrere Kennzahlen für das erste Halbjahr 2026 bereits über den zuvor veröffentlichten Prognosekorridoren für das Gesamtjahr. Dazu zählen das Gruppen-GMV, das internationale GMV sowie das bereinigte Ebitda der Gruppe, das um 16,9 Prozent zulegte. Das bereinigte Ebitda im polnischen Geschäft verbesserte sich um 14,6 Prozent.
Allegro zählt zu den prägenden Plattformen im polnischen E-Commerce. In Polen erzielte das Unternehmen 2025 ein Umsatzwachstum von 17,4 Prozent; der polnische Umsatz erreichte damit mehr als 3,2 Milliarden Złoty, umgerechnet rund 740 Millionen Euro. Für die gesamte Gruppe wird ein Umsatz von fast 70 Milliarden Złoty beziehungsweise 16,2 Milliarden Euro genannt. Die nun vorgelegten Zahlen unterstreichen, dass Allegro sein Kerngeschäft weiter ausbaut und zugleich die Expansion außerhalb Polens vorantreibt.
Strategisch hat der Konzern zuletzt mehrere Schritte eingeleitet, um die Finanzkennzahlen zu straffen und die operative Basis zu stärken. Anfang 2026 trennte sich Allegro von seinen Tochtergesellschaften in Slowenien und Kroatien. Zudem kündigte das Unternehmen eine Investition in Logistik an: Gemeinsam mit Arvato sollen Fulfillment-Dienstleistungen für Allegro gesteuert werden. Diese Maßnahmen sollen die Effizienz verbessern und das Wachstum in zentralen Märkten absichern.
CEO Marcin Kuśmierz verweist auf eine anhaltend starke Wachstumsdynamik, getragen durch eine Stärkung des Kernangebots, die Erschließung neuer Marktsegmente und bessere operative Effizienz. Unterstützt werde dies auch durch große Investitionen in KI. Im polnischen Geschäft hätten zudem die Smart!-Week-Kampagne, stabile Verbrauchernachfrage und eine schwächere Besucherdynamik bei einzelnen Wettbewerbern beigetragen. International sieht Allegro die Entwicklung als Bestätigung der Strategie, in Tschechien, der Slowakei und Ungarn zum bevorzugten Marktplatz zu werden. Die aktualisierte Jahresprognose will das Unternehmen veröffentlichen, sobald sie bestätigt ist.
