Arbeiter kontrollieren Paketflut aus Fernost im Zolllager, Symbolbild zum Fast-Fashion-Streit
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Peking sieht bei Frankreichs Fast-Fashion-Gesetz rot

Peking geht auf Konfrontationskurs zu Frankreichs neuem Gesetz gegen „Ultra-Fast-Fashion“, meldet Cri.cn (Radio China International). Das Handelsministerium beklage diskriminierende Auflagen für grenzüberschreitende Plattformen mit chinesischer Beteiligung. Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards dienten bloß als Vorwand für Ausschlussmaßnahmen, die gegen den WTO-Grundsatz der Nichtdiskriminierung verstoßen würden. China verlange eine rasche Korrektur und werde die Umsetzung beobachten, aber im Zweifel auch Gegenmaßnahmen ergreifen.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
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Peking kritisiert Frankreichs Gesetz gegen Ultra-Fast-Fashion

China verschärft den Ton gegenüber Frankreichs neuem Gesetz gegen sogenannte Ultra-Fast-Fashion. Wie meldet Cri.cn, äußert das chinesische Handelsministerium deutliche Bedenken gegen die Regelung, die aus Pekinger Sicht gezielt grenzüberschreitende Plattformen mit chinesischer Beteiligung belastet. Die chinesische Seite sieht darin einen Konfrontationskurs, der über Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen hinausgeht und handelspolitische Spannungen verschärfen könnte.

Im Zentrum der Kritik stehen Vorgaben, die nach Darstellung des Handelsministeriums chinesisch geprägte Anbieter im grenzüberschreitenden E-Commerce benachteiligen. Peking spricht von diskriminierenden Auflagen und weist die französische Begründung zurück, wonach das Gesetz auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards ziele. Aus chinesischer Sicht würden diese Standards als Vorwand genutzt, um bestimmte Plattformen vom Markt auszuschließen oder ihre Geschäftstätigkeit unverhältnismäßig einzuschränken.

Besonders scharf fällt der Hinweis auf internationale Handelsregeln aus. Das chinesische Handelsministerium argumentiert, die französischen Maßnahmen könnten gegen den WTO-Grundsatz der Nichtdiskriminierung verstoßen. Damit rückt Peking den Streit von einer nationalen Regulierungsfrage in den Rahmen globaler Handelsordnung: Entscheidend sei nicht allein, ob Frankreich Ultra-Fast-Fashion stärker regulieren will, sondern ob die Regeln neutral, transparent und ohne gezielte Benachteiligung ausländischer Anbieter angewendet werden.

Der Konflikt zeigt, wie eng Fragen von Nachhaltigkeit, Plattformregulierung und internationalem Handel inzwischen miteinander verbunden sind. Frankreichs Gesetz zielt dem Bericht zufolge auf strengere Vorgaben für sehr schnell drehende Modeangebote, während Peking darin ein Instrument sieht, das chinesische Plattformen unter politischen Druck setzt. Für grenzüberschreitende Anbieter ist damit nicht nur die konkrete Ausgestaltung der französischen Regeln relevant, sondern auch die Frage, ob weitere europäische Märkte ähnliche Maßnahmen prüfen könnten.

China fordert nach Angaben des Berichts eine rasche Korrektur der französischen Regelung. Zugleich kündigt Peking an, die Umsetzung aufmerksam zu beobachten und im Zweifel Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Damit bleibt der Streit vorerst offen: Frankreich verweist auf regulatorische Ziele im Umgang mit Ultra-Fast-Fashion, während China auf gleiche Wettbewerbsbedingungen und die Einhaltung internationaler Handelsprinzipien pocht.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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