Kundin bestätigt per Smartphone eine Online-Zahlung neben Laptop und Paket
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Lidls Online-Shop integriert Wero

Auf Lidl.de können Kunden jetzt auch mit Wero zahlen, dem Zahlungsdienst der European Payment Initiative, meldet Boersen-Zeitung.de. Lidl verkaufe online nur Non-Food (inkl. Wein und Spirituosen), gehöre aber zu den umsatzstärksten Online-Händlern Deutschlands. Andere größere Zusagen, wie von von Ikea oder Rossmann, stünden noch aus. Bis Jahresende solle Wero auch in Belgien und Frankreich starten.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
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Wero gewinnt mit Lidl einen wichtigen E-Commerce-Partner

Lidl.de bietet Kundinnen und Kunden in Deutschland jetzt Wero als zusätzliche Bezahloption an. Das berichtet Boersen-Zeitung.de. Für den Zahlungsdienst der European Payment Initiative ist der Schritt ein wichtiger Praxistest im deutschen E-Commerce: Nach CTS Eventim und Decathlon bindet nun einer der umsatzstärksten Online-Händler des Landes den Dienst ein. Im Checkout erscheint Wero neben etablierten Verfahren wie PayPal, Lastschrift und Google Pay; ein Testkauf über ein ING-Girokonto verlief laut Bericht reibungslos.

Die Bedeutung des Lidl-Starts liegt weniger im Sortiment als in der Reichweite. Lidl verkauft online in Deutschland keine Lebensmittel, sondern Non-Food-Artikel, darunter auch Wein und Spirituosen. Dennoch zählt der Konzern laut EHI-Daten zu den umsatzstärksten Online-Händlern in Deutschland. Für Wero entsteht damit erstmals eine breitere Sichtbarkeit bei einem großen Händler mit hoher Kundenfrequenz. Bis Jahresende soll Lidl den Dienst zudem auch in Belgien und Frankreich anbieten.

Hinter Wero steht die European Payment Initiative, getragen von 18 europäischen Banken. Ihr Ziel ist es, im digitalen Zahlungsverkehr eine europäische Alternative zu internationalen Anbietern aufzubauen. Im Handel richtet sich der Wettbewerb vor allem gegen PayPal, das im Onlinehandel stark etabliert ist und für Händler laut Bericht im Durchschnitt 1,6 Prozent des Umsatzes kostet. Die EPI versucht deshalb, über Händlerakquise und Konditionen Marktanteile zu gewinnen; unter anderem sollen die Sparkassen über Payone mit aggressiven Angeboten in den Markt gegangen sein.

Der Start bei Lidl kommt nach einem holprigen Auftakt der Wero-Offensive. Zwar wurden größere Händler wie Ikea und Rossmann als gewonnene Partner genannt, umgesetzt hatten die Schnittstelle zunächst aber nur CTS Eventim und Decathlon. Verzögerungen gab es dem Bericht zufolge sowohl bei Händlern als auch bei Zahlungsdienstleistern; Adyen soll die Anbindung erst im zweiten Halbjahr anbieten können. EPI-Chefin Martina Weimert räumte ein, man habe sich bei Planungen teilweise zu sehr auf Händler und Dienstleister verlassen.

Für die Schwarz Gruppe, zu der Lidl gehört, stehen beim Wero-Start eine reibungslose Customer Experience, Datenschutz und IT-Sicherheit nach europäischen Standards im Mittelpunkt. Nicola Bracht, Head of Schwarz Payment Solutions, sieht in der Partnerschaft ein Signal für Innovationsbereitschaft und europäische Souveränität. Für Wero ist die Kooperation damit mehr als ein weiterer Händleranschluss: Sie zeigt, ob der Dienst im praktischen Payment-Alltag großer Onlinehändler zuverlässig funktioniert und ob er gegenüber etablierten Bezahlverfahren eine relevante Rolle einnehmen kann.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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