Kurier packt Lebensmittel, Tierfutter und Elektronik in Lieferrucksack im Laden
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Wolt füllt seine Warenkörbe aus dem Einzelhandel

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Wolt wandelt sich vom Restaurantlieferdienst zum Einkaufskanal des stationären Handels, berichtet Retail-News.de. Mehr als ein Viertel des weltweiten Umsatzes stamme inzwischen aus dem Einzelhandel. So sei der Wert georderter Lebensmittel 2025 um 46 Prozent gestiegen, fast die Hälfte der Körbe fasse mindestens zehn Artikel. Elektronik, Tierbedarf sowie Gesundheit und Beauty hätten ihren Umsatzanteil seit 2022 mehr als verdreifacht.

Wolt verschiebt seinen Schwerpunkt vom Restaurantlieferdienst hin zu einem digitalen Zugang für den stationären Einzelhandel. Wie Retail-News.de berichtet, stammt inzwischen mehr als ein Viertel des weltweiten Umsatzes aus Retail-Angeboten. Seit 2015 hat Wolt nach eigenen Angaben mehr als 230 Millionen Einzelhandelsbestellungen ausgeliefert; monatlich bestellen mehr als zwei Millionen Menschen Retail-Produkte über die Plattform.

Lebensmittel bleiben der Wachstumstreiber

Der erste Wolt Retail Report zeigt besonders deutlich, wie sich das Nutzungsverhalten verändert. Der Wert der über Wolt bestellten Lebensmittel ist 2025 um 46 Prozent gestiegen. Gleichzeitig enthalten 48 Prozent der Lebensmittelkörbe inzwischen mindestens zehn Produkte. Damit entwickelt sich der Dienst über spontane Einzelkäufe hinaus zu einem Kanal für wiederkehrende Einkaufsroutinen. Sechs von zehn Retail-Kunden bestellen laut Wolt bereits im folgenden Monat erneut.

Auch das Händlernetz wächst. Ende 2025 waren mehr als 40.000 aktive Retail-Standorte auf der Plattform vertreten, ein Plus von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für lokale Anbieter entsteht dadurch ein zusätzlicher digitaler Vertriebskanal, ohne dass sie eine eigene Lieferinfrastruktur aufbauen müssen. Zugleich gewinnt Wolt als Sichtbarkeits- und Neukundenzugang an Bedeutung: 28 Prozent der Kunden haben ihren ersten Einkauf bei einem Händler über die Plattform getätigt.

Sortimente jenseits von Lebensmitteln legen stark zu

Neben Lebensmitteln wachsen weitere Kategorien dynamisch. Elektronik, Tierbedarf sowie Gesundheit und Beauty haben ihren Anteil am Retail-Umsatz seit 2022 mehr als verdreifacht. Nutzer greifen damit zunehmend auch für Apothekenprodukte, Tierbedarf, Elektronik, Blumen oder kurzfristige Geschenke auf On-Demand-Lieferungen zurück. Wolt erweitert so das Einsatzspektrum seiner Plattform und positioniert sich als schneller Einkaufskanal für lokale Verfügbarkeit.

Saisonale Anlässe verstärken diesen Effekt. Am Valentinstag wurden laut Report 32-mal so viele Blumen bestellt wie in einer durchschnittlichen Woche. Am Black Friday lagen die Elektronikverkäufe 440 Prozent höher; Spielzeug und Games stiegen während der Weihnachtssaison um 133 Prozent. Außerhalb des Lebensmittelbereichs lagen die wöchentlichen Verkäufe in Europa bei wichtigen saisonalen und kulturellen Ereignissen zwischen 22 und 39 Prozent über dem Median einer normalen Woche.

On-Demand-Commerce wird Teil des europäischen Onlinehandels

Die Entwicklung passt in den wachsenden europäischen E-Commerce-Markt. Nach dem European E-commerce Report 2025 kauften 2024 bereits 73 Prozent der Europäer online ein. Die Online-Ausgaben erreichten 842 Milliarden Euro und lagen sieben Prozent über dem Vorjahr. On-Demand-Lieferungen nehmen darin eine eigene Rolle ein: Sie verbinden digitale Produktsuche mit schneller lokaler Verfügbarkeit und erhöhen damit die Erwartungen an Liefergeschwindigkeit im klassischen Handel. Der nächste Prüfpunkt ist, ob Warenkorbgröße, Wiederkaufrate und Händlerwachstum nach den saisonalen Spitzen auch 2025 stabil bleiben.

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