Die australische Social-Enterprise-Plattform Hoodies for Good hat nach Angaben einer Pressemitteilung ein neues Print-on-Demand-Modell für gemeinnützige Organisationen gestartet. Das Angebot richtet sich an registrierte Non-Profits, die Merchandise als zusätzliche Einnahmequelle nutzen möchten, ohne in Vorleistung zu gehen oder Lagerbestände aufzubauen. Kern des Ansatzes ist ein risikoarmes Fundraising-Modell, bei dem Hoodies for Good die operative Abwicklung zentral übernimmt.
Teilnehmende Organisationen erhalten automatisiert eigene digitale Apparel-Stores beziehungsweise Collection Pages. Unterstützer können dort Kleidung kaufen oder integrierte Designfunktionen nutzen. Pro Verkauf werden laut Mitteilung 20 Prozent des Bruttopreises automatisch der ausgewählten Organisation zugewiesen. Damit verbindet die Plattform gemeinnützige Mittelbeschaffung mit einem standardisierten E-Commerce-Setup, das ohne eigenes Shop-Management der Charity auskommen soll.
Hoodies for Good übernimmt nach eigenen Angaben die gesamte operative Kette: digitale Designoberflächen, sichere Zahlungsabwicklung, Produktion, Logistik und Kundensupport. Für Non-Profits soll dadurch der Aufwand entfallen, der klassische Merchandise-Kampagnen häufig erschwert: Vorfinanzierung, Großeinkauf, Lagerhaltung, Versandorganisation und laufende Administration. Gründer Ben Hoban beschreibt das Ziel als Verlagerung dieser Last weg von den Organisationen, damit sie ihre begrenzten Ressourcen auf ihre sozialen Kernaufgaben konzentrieren können.
Der Ansatz baut auf einem lokalen Pilotprojekt auf, das Hoban 2016 unter dem Namen Hosier Hoodies über die Domain hoodiesforgood.com gestartet hatte. Zum Start seien damals mehr als 10.000 US-Dollar für wohltätige Zwecke eingesammelt worden. Zugleich habe der Pilot gezeigt, dass zwar Nachfrage nach zweckgebundener Kleidung besteht, viele Mitarbeitende im gemeinnützigen Bereich aber nicht über die Kapazitäten verfügen, dauerhaft einen Online-Shop, Bestellungen und Support zu betreuen.
Die nun vorgestellte Plattform soll dieses Skalierungsproblem lösen, indem sie Merchandise-Kampagnen in eine automatisierte On-Demand-Infrastruktur überführt. Für gemeinnützige Partner entsteht damit ein fortlaufender Spendenkanal, der nicht auf Lagerware oder eigene operative Teams angewiesen ist. Redaktionell einzuordnen ist die Quelle allerdings als bezahlte Pressemitteilung; unabhängige Angaben zu Reichweite, Partnerzahl oder langfristiger Wirkung liegen im bereitgestellten Material nicht vor.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
Alle Beiträge