Flipkart integriert „Pay Later“ direkt in den Checkout
Flipkart baut sein Angebot für flexible Zahlungen aus und hat den Kreditdienst „Flipkart Pay Later“ direkt in den Checkout eingebunden, meldet Tribuneindia.com. Das neue Angebot richtet sich an Kundinnen und Kunden im indischen E-Commerce, die Einkäufe nicht sofort vollständig bezahlen möchten. Im Mittelpunkt steht ein checkout-integrierter Kreditdienst, der Zahlungen aufschieben oder in mehrere Teilbeträge aufteilen kann.
„Flipkart Pay Later“ ist laut Unternehmen über Flipkart, Myntra und Flipkart Minutes verfügbar. Die Einführung erfolgt in Partnerschaft mit PayU Finance, der NBFC-Sparte von PayU. PayU Finance agiert dabei als lizenzierter Kreditgeber, während Flipkart Finance die Kundenbeziehungen betreut und Handelsdaten zur Unterstützung der Kreditentscheidungen einsetzt. Weitere Finanzinstitute sollen hinzukommen, wenn die Plattform ausgebaut wird.
Für Kundinnen und Kunden stehen drei Rückzahlungsmodelle zur Verfügung: ein Zahlungsaufschub von bis zu 30 Tagen für alltägliche Einkäufe, eine „Pay in 3“-Option mit drei Teilzahlungen sowie monatliche Raten über drei bis zwölf Monate. Letztere sind für höherpreisige Produkte vorgesehen, darunter Smartphones, Elektronik, Haushaltsgeräte und Möbel. Damit positioniert Flipkart den Dienst sowohl für Routinekäufe als auch für größere Anschaffungen, bei denen der unmittelbare Kaufpreis eine Hürde darstellen kann.
Strategisch fügt sich der Schritt in den Ausbau von BNPL-Angeboten ein, mit denen E-Commerce-Unternehmen mehr Käuferinnen und Käufer erreichen wollen. Flipkart betont, dass Bezahlbarkeit ein zentraler Treiber für digitale Handelsaktivität in Indien sei. Vishal Ahuja, Executive Director von Flipkart Finance, beschreibt den Ansatz als Nutzung von rund einem Jahrzehnt an Commerce-Signalen, um Kundinnen und Kunden besser einschätzen und ihnen im entscheidenden Moment Zugang zu Kredit ermöglichen zu können.
Die Kreditentscheidungen sollen auf Faktoren wie Transaktionshistorie, Kaufmustern und Plattformverhalten beruhen. Diese Daten werden laut Flipkart mit den Kredit- und Risikomanagementfähigkeiten von PayU Finance kombiniert. Ziel sei eine verantwortungsvolle Kreditvergabe, die nahtlos in den Kaufprozess eingebettet ist. Für den Payment-Bereich zeigt der Launch, wie stark Finanzierung, Datenanalyse und Checkout-Erlebnis im digitalen Handel zusammenrücken.
PayU-Finance-CEO Deepak Mendiratta ordnet die Kooperation als Beitrag zu besser zugänglichen und verantwortungsvollen Kreditangeboten ein. Durch die Verbindung von Technologie, datengetriebenem Underwriting und Risikomanagement solle ein skalierbares Krediterlebnis entstehen. Für Flipkart ist „Pay Later“ damit nicht nur eine zusätzliche Zahlungsoption, sondern ein Baustein, um digitale Kaufkraft unmittelbar am Checkout nutzbar zu machen.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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