Die Mikroserien-Plattform aTwist ist am Donnerstag mit zehn Originalserien und kuratierten Lizenzinhalten gestartet, berichtet Reuters.com. Das frühere MicroCo bespiele nun die USA, Großbritannien, Indien, Kanada, Australien, Irland, Neuseeland und die Philippinen. Mikroserien zerlegen eine Geschichte in 40 bis 60 vertikal gedrehte Folgen zu je ein bis drei Minuten. Jeden Donnerstag komme eine neue Serie hinzu; einzelne Episoden gebe es gratis mit Werbung, ganze Staffeln gegen „Coins“ oder Abo. Marktforscher Omdia erwarte für das Format in diesem Jahr allein in den USA 1,5 Mrd. Dollar Umsatz.
aTwist startet mit Kurzserien für den mobilen Bildschirm
Die Mikroserien-Plattform aTwist ist am Donnerstag mit zehn Originalserien und kuratierten Lizenzinhalten gestartet, berichtet Reuters.com. Das frühere MicroCo richtet sein Angebot zunächst an Nutzerinnen und Nutzer in den USA, Großbritannien, Indien, Kanada, Australien, Irland, Neuseeland und den Philippinen. Damit setzt die Plattform auf einen internationalen Start in englischsprachigen Kernmärkten sowie in Indien und den Philippinen.
Im Mittelpunkt steht ein Format, das klassische Serienlogik auf kurze mobile Nutzungssituationen zuschneidet. Mikroserien erzählen eine Geschichte in 40 bis 60 vertikal gedrehten Folgen. Jede Episode dauert ein bis drei Minuten und ist damit auf schnelle, serielle Nutzung ausgelegt. Die vertikale Ausrichtung verweist klar auf Smartphones als primären Bildschirm. Für aTwist entsteht daraus ein Programmangebot, das regelmäßig erweitert werden soll: Jeden Donnerstag kommt eine neue Serie hinzu.
Werbung, Coins und Abo als Erlösmodell
Auch beim Zugang kombiniert aTwist mehrere Modelle. Einzelne Episoden können gratis mit Werbung angesehen werden. Wer ganze Staffeln freischalten möchte, nutzt „Coins“ oder ein Abo. Damit verbindet die Plattform werbefinanzierte Einstiegsangebote mit bezahlten Abrufen und wiederkehrenden Erlösen. Für Nutzerinnen und Nutzer senkt das kostenlose Episodenmodell die Einstiegshürde, während vollständige Staffeln an ein direktes Bezahlmodell gebunden sind.
Die Programmstruktur folgt einem klaren Rhythmus: Zum Auftakt stehen Originalproduktionen und kuratierte Lizenzinhalte bereit, anschließend erweitert aTwist sein Angebot wöchentlich. Aus redaktioneller Sicht ist vor allem die Kombination aus kurzer Laufzeit, vertikalem Bildformat und Staffellogik prägend. Sie übersetzt serielle Unterhaltung in ein Format, das auf knappe Aufmerksamkeitsspannen und mobile Nutzungspausen zugeschnitten ist, ohne den fortlaufenden Charakter einer Serie aufzugeben.
Markterwartung unterstreicht das Potenzial
Die wirtschaftliche Relevanz des Formats wird durch eine Prognose des Marktforschers Omdia gestützt. Demnach sollen Mikroserien in diesem Jahr allein in den USA 1,5 Mrd. Dollar Umsatz erzielen. Für aTwist fällt der Start damit in eine Phase, in der kurze, mobile Serienformate bereits als eigener Markt bewertet werden. Der nächste messbare Schritt ist der wöchentliche Ausbau des Katalogs: Jeden Donnerstag soll eine weitere Serie hinzukommen.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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