Foto: Zwei Personen betrachten am Tisch ein Tablet mit Europakarte; daneben Bücher, Smartphone und Pakete.
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Amazons EU-Reichweite bröckelt

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Amazons Reichweite in der EU bröckelt leicht: Im ersten Halbjahr erreichte der Konzern im Schnitt 193,9 Mio. Nutzer pro Monat, nach 195,2 Mio. im Halbjahr davor, berichtet Ecommercenews.eu. Deutschland bleibe mit 52,8 Mio. der größte Markt, verliere aber 1,7 Prozent, Frankreich sogar vier. Zulegen könne Amazon vor allem an den Rändern des Kontinents: Dänemark wachse um 18,4 Prozent, Schweden um 13,9. In Griechenland, wo Skroutz führe, sacke die Reichweite um 20,2 Prozent ab.

Die Reichweite von Amazon in der EU ist leicht zurückgegangen. Im ersten Halbjahr 2026 kam der Konzern auf durchschnittlich 193,9 Millionen aktive Empfänger seiner Shopping-Dienste pro Monat. Im vorherigen Halbjahr waren es 195,2 Millionen, wie Ecommercenews.eu berichtet. Die Angaben stammen aus Amazons Einreichung an die Europäische Kommission und beziehen sich auf die „average monthly active recipients“ des Dienstes in der Union. Diese Kennzahl beschreibt Reichweite, aber keine Käuferzahl.

Der Rückgang fällt auf EU-Ebene moderat aus, zeigt jedoch deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Märkten. Deutschland bleibt mit 52,8 Millionen aktiven Empfängern pro Monat der mit Abstand größte Markt in der EU. Zugleich sank die Reichweite hier um 1,7 Prozent gegenüber dem vorherigen Berichtszeitraum. Frankreich folgt mit 38,8 Millionen und verzeichnete ein Minus von 4,0 Prozent. Italien kam auf 38,1 Millionen und blieb mit minus 0,1 Prozent nahezu stabil. Spanien erreichte 27,9 Millionen, ein Rückgang um 1,0 Prozent.

Große Märkte verlieren leicht, Niederlande legen zu

Unter den fünf größten EU-Märkten fällt vor allem die Entwicklung in den Niederlanden auf. Dort erreichte Amazon 6,6 Millionen aktive Empfänger pro Monat und legte gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 um 4,0 Prozent zu. Der niederländische Markt ist zugleich der jüngste unter diesen Ländern mit einem eigenen Amazon-Store. Laut ECDB wuchs Amazons Umsatz dort im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent. Der Abstand zum lokalen Marktführer Bol wurde dennoch größer. Amazon investiert nach den vorliegenden Angaben 1,4 Milliarden Euro über drei Jahre, um diese Lücke zu verkleinern.

Die Zahlen zeigen damit ein gemischtes Bild: In den etablierten Kernmärkten stagniert oder sinkt die Reichweite leicht, während einzelne kleinere Märkte stärker wachsen. Besonders dynamisch entwickelte sich Dänemark mit einem Plus von 18,4 Prozent. Schweden legte um 13,9 Prozent zu, Irland um 12,1 Prozent. Diese Zuwächse stehen den Rückgängen in größeren Ländern gegenüber und verschieben die Gewichtung innerhalb Europas nur begrenzt, da Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien weiterhin den größten Teil der Reichweite ausmachen.

Starke Ausschläge an den Rändern des Marktes

Den stärksten Rückgang meldete Amazon in Griechenland. Dort sank die Reichweite um 20,2 Prozent. In dem Markt ist Skroutz führend, was die Position Amazons zusätzlich einordnet. Die großen Ausschläge in kleineren Ländern machen deutlich, dass Amazons europäische Reichweite regional sehr unterschiedlich verläuft. Wachstum in Dänemark, Schweden oder Irland gleicht die Verluste in größeren Märkten nur teilweise aus.

Hintergrund der Veröffentlichung sind die Transparenzberichte, die Amazon seit 2023 nach dem Digital Services Act bei der Europäischen Kommission einreicht. Seit der Harmonisierung der Berichterstattung im vergangenen Jahr sind vor allem die zwei jüngsten Reports sauber miteinander vergleichbar. Für weitere Trendbewertungen bleibt damit der nächste Bericht zur Entwicklung der monatlich aktiven Empfänger maßgeblich.

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