Die Preisvergleichs-App KorbKlar heißt nach einem Namenskonflikt jetzt Korbunio und kommt ohne zentralen Server aus, berichtet Tarnkappe.info. Weil Händler ihre Webseiten dynamisch aufbauten, Systeme wechselten und zusätzliche Prüfungen einziehen würden, ersticke das bisherige Docker-Backend im Pflegeaufwand. Die native Android-App lade und verarbeitetdie Angebote jetzt auf dem Gerät des Nutzers statt auf einem zentralen Server, Captcha-Abfragen müsse er selber bestätigen. Version 1.34 vergleiche Preise, Grundpreise und Treueprogramme von Rewe bis Lidl.
Korbunio ersetzt KorbKlar
Die Preisvergleichs-App KorbKlar tritt nach einem Namenskonflikt unter dem neuen Namen Korbunio auf. Hintergrund ist ein bereits genutzter Name, der perspektivisch rechtliche Probleme hätte auslösen können. Über den Umbau berichtet Tarnkappe.info. Die Umbenennung ist jedoch nur ein Teil der Entwicklung: Die Anwendung wurde technisch grundlegend neu aufgestellt und läuft künftig als native Android-App.
Ursprünglich sammelte eine Docker-Anwendung die Angebote verschiedener Händler, bereitete sie zentral auf und stellte sie für den Preisvergleich bereit. Nach anfänglichen Problemen funktionierte dieses Modell mit Hilfe der Community. Mit jedem zusätzlichen Händler wurde aber sichtbarer, wie aufwendig die Pflege der Anbindungen ist. Gerade im Einzelhandel ändern Anbieter regelmäßig ihre Webseiten, Systeme und Prüfmechanismen. Dadurch wurde das bisherige Backend zu einer dauerhaften Baustelle.
Warum der Server an Grenzen stieß
Das Kernproblem lag weniger im Preisvergleich selbst als in der Erhebung der Daten. Viele Händlerseiten werden dynamisch aufgebaut, wechseln technische Systeme oder setzen zusätzliche Kontrollen ein. Was im Browser sichtbar ist, lässt sich daher nicht dauerhaft zuverlässig über einen zentralen Server abrufen. Besonders bei großen Anbietern wie REWE zeigte sich, dass jede technische Änderung neue Anpassungen an der eigenen Anbindung erforderlich macht.
Für ein kostenloses, gemeinnützig angelegtes Projekt wurde dieser Aufwand zu groß. Laut den Angaben gab es keine Pläne, die App zu monetarisieren; daran soll sich auch nichts ändern. Unterstützung ist nur über freiwillige Spenden vorgesehen. Der zentrale Docker-Server erwies sich damit als Engpass, weil er zu viel Wartung für eine dauerhaft kostenlose Lösung erforderte.
Mehr Verarbeitung auf dem Gerät
Die neue Version verlagert viele Funktionen direkt auf das Gerät der Nutzerinnen und Nutzer. Korbunio lädt und verarbeitet Händlerangebote nun lokal, speichert wichtige Informationen auf dem Smartphone und kann zentrale Bereiche offline vorhalten. Damit sinkt die Abhängigkeit von einem eigenen Korbunio-Server. Bei notwendigen Prüfungen, etwa Captcha-Abfragen, müssen Nutzer diese selbst bestätigen.
Der Docker-Container bleibt dennoch erhalten. Er richtet sich an Anwender, die Korbunio selbst betreiben, einen eigenen Server nutzen oder Anpassungen vornehmen möchten. Für die normale Nutzung soll die native Android-App den Zugang vereinfachen. Die APK-Datei ist über das GitHub-Repository des Projekts verfügbar; dort finden sich laut Beschreibung auch weitere Erläuterungen.
Preisvergleich bleibt der Kern
Inhaltlich bleibt Korbunio auf den Vergleich von Angeboten ausgerichtet. Version 1.34 kann Preise, Grundpreise und Treueprogramme einbeziehen. Genannt werden Händler von REWE bis Lidl. Damit adressiert die App weiterhin den praktischen Vergleich von Supermarktangeboten, während die technische Architektur stärker auf lokale Verarbeitung setzt.
Der Wechsel zur nativen App war aufwendiger als zunächst geplant. Viele Funktionen, die zuvor im Backend liefen, mussten neu konzipiert und in die App übertragen werden. Mit Version 1.34 liegt nun ein nutzbarer Stand vor. Kleinere Fehler sind noch vorhanden und sollen in kommenden Versionen behoben werden.

etailment
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