Technikerin kontrolliert Meerwasser-Kühlleitungen in Rechenzentrum-Pumpenhalle in Finnland
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Google investiert 15 Mrd. Dollar in Finnland

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Google steckt rund 15,1 Mrd. Dollar in Finnlands KI- und Digitalinfrastruktur, die bislang größte Einzelinvestition des Konzerns in Europa, berichtet Techradar.com. Das Geld fließe über zwei Jahre nicht nur in Rechenzentren, sondern auch in Netzausbau, Ökostromprojekte und Batteriespeicher. Kühles Klima und kohlenstoffarmer Strom machten Finnland für Hyperscaler attraktiv. In Hamina beispielsweise kühle Meerwasser die Server, die Abwärme heize die Nachbargebäude.

Google plant in Finnland eine Investition von rund 15,1 Milliarden Dollar in den Ausbau von KI- und Digitalinfrastruktur. Nach Angaben von TechRadar ist es die bislang größte Einzelinvestition des Konzerns in Europa. Die Mittel sollen über zwei Jahre fließen und zusätzliche Kapazitäten für Dienste wie Gemini, Maps und YouTube schaffen.

Im Mittelpunkt stehen Rechenzentren, Netzmodernisierung, saubere Energieprojekte und Batteriespeicher. Damit reagiert Google auf die wachsende Nachfrage nach digitalen Diensten und auf den steigenden Infrastrukturbedarf rund um KI. Finnland bietet dafür günstige Standortbedingungen: Das kühle Klima erleichtert die Kühlung großer Serveranlagen, während kohlenstoffarmer Strom die Effizienz und Klimabilanz der Standorte verbessert.

Finnland wird zum strategischen Infrastrukturstandort

Besonders sichtbar ist Googles Engagement am Campus in Hamina, den das Unternehmen seit rund 15 Jahren betreibt. Der Standort nutzt Meerwasser zur Kühlung der Server und reduziert dadurch den Wasserverbrauch. Zusätzlich wird Abwärme über ein externes Wärmerückgewinnungssystem in lokale Gebäude geleitet. Seit dem Kauf des früheren Papierfabrikgeländes im Jahr 2009 hat Google nach eigenen Angaben rund 4 Milliarden Dollar in Hamina und die dazugehörige Infrastruktur investiert.

Die aktuelle Ausbauphase umfasst auch den Energiesektor. Google hat einen Stromabnahmevertrag über 22 Jahre unterzeichnet, der die Verlängerung des Kernkraftwerks Loviisa unterstützen soll. Ergänzend sind neue Onshore-Windkapazitäten sowie eine Batterieanlage mit 94 Megawatt geplant. Sie soll Schwankungen bei der Verfügbarkeit erneuerbarer Energien ausgleichen und die Versorgung der digitalen Infrastruktur stabilisieren.

Regionale Förderung und ökologische Projekte

Auch lokale Kommunen sollen profitieren. Für Hamina, Kajaani, Muhos und Vaala sind zusammen 36 Millionen Dollar vorgesehen, unter anderem für Weiterbildung und Bildung. Während der Bauphase erwartet Google bis zu 37.000 Arbeitsplätze. Die Investition verbindet damit digitale Infrastruktur, regionale Entwicklung und Fragen der Nachhaltigkeit.

Zum weiteren Maßnahmenpaket zählen Projekte zur Regeneration heimischer Wälder und Feuchtgebiete. Google nennt außerdem öffentlich zugängliche Freizeitwege, Saunen und Angelstege als Teil seiner lokalen Investitionen. Der nächste große Prüfpunkt ist die Umsetzung der Bauphase, für die bis zu 37.000 Jobs im Zeitraum 2027 bis 2028 erwartet werden.

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