Der weltweite Technikmarkt wächst 2026 um 5,1 Prozent auf 1,4 Bio. Dollar, zeigt eine Studie von NIQ. Der Zuwachs entstehe trotz kühlen Kaufklimas: 56 Prozent der Befragten hätten einen Technikkauf schon aufgeschoben, um auf ein günstigeres Angebot zu warten. In Deutschland zählten Langlebigkeit (81 Prozent) und Energieeffizienz (77 Prozent) zu den wichtigsten Kaufargumenten. Premiumpreise setzten sich nur noch mit erkennbarem Mehrwert durch.
Der globale Markt für technische Konsumgüter bleibt auf Wachstumskurs. Laut eine Studie von NIQ soll der Umsatz 2026 auf 1,4 Billionen US-Dollar steigen. Das entspricht einem Plus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Prognose zeigt jedoch auch, dass Wachstum im Tech-Markt zunehmend erklärungsbedürftig wird: Viele Verbraucher prüfen Anschaffungen genauer, vergleichen Preise länger und verschieben Käufe, wenn der Nutzen eines Produkts nicht klar genug erkennbar ist.
Preis bleibt die größte Hürde
Weltweit geben 56 Prozent der Befragten an, einen Technologiekauf bereits aufgeschoben zu haben, weil ein Produkt zu teuer war oder sie auf ein günstigeres Angebot warten wollten. In Deutschland liegt dieser Anteil bei 50 Prozent. Damit prägt Preissensibilität weiterhin das Kaufverhalten bei Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräten und Technologieprodukten. Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass Erschwinglichkeit allein nicht mehr ausreicht. Verbraucher fragen stärker nach langfristigem Nutzen, nachvollziehbaren Vorteilen und geringeren Folgekosten.
Besonders deutlich wird das am deutschen Markt. Für 81 Prozent der Befragten zählt Langlebigkeit zu den wichtigen Kriterien bei der Kaufentscheidung. 77 Prozent nennen Energieeffizienz beziehungsweise niedrigere laufende Kosten als relevant. Premiumpreise bleiben damit möglich, setzen aber einen sichtbaren Mehrwert voraus. Produkte müssen erklären, warum sie teurer sind und welchen Vorteil sie im Alltag bieten.
Mehrwert entscheidet über Premiumpreise
Der NIQ-Bericht „State of Tech & Durables“ erscheint anlässlich der IFA 2026 in Berlin und trägt den Titel „Consumer Tech Trends 2027: How to Win When Every Purchase Must Be Justified“. Er basiert auf einer Befragung von 17.000 erwachsenen Verbrauchern in 17 Märkten sowie auf globalen Vertriebsdaten von NIQ. Untersucht wird, wie wirtschaftliche Unsicherheit die Nachfrage nach technischen Konsumgütern verändert und welche Folgen das für Hersteller und Einzelhändler hat.
Nach Einschätzung von NIQ wollen Verbraucher weiterhin Innovation, verlangen aber einen überzeugenden Grund für den Kauf. Alexander Dehmel, Experte für Tech & Durables bei NIQ, beschreibt die zentrale Frage der Käufer als Suche nach Vorteilen und Mehrwert. Marken, die diese Vorteile verständlich vermitteln, dürften im Jahr 2027 bessere Chancen haben, ihre Produkte erfolgreich zu positionieren.
Überdurchschnittlich entwickeln sich laut Bericht weiterhin Kategorien wie KI-fähige PCs, Premium-Smartphones, moderne Staubsauger und Fernseher mit größeren Bildschirmen. Voraussetzung ist jeweils, dass der konkrete Nutzen für Verbraucher klar erkennbar bleibt. Der Bericht zeigt damit einen Markt, der trotz zurückhaltender Kauflaune wächst, dessen Dynamik aber stärker von nachvollziehbarem Produktwert, Energieeffizienz und Lebensdauer geprägt wird. Nächster Bezugspunkt ist die IFA 2026, die am 4. September 2026 in Berlin beginnt.

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