Foto: Unbeschriftete Kosmetikprodukte und Farbmuster auf hellem Schreibtisch vor unscharfem Laptop
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Make-up für den Chatbot: Estée Lauder setzt auf GEO

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Estée Lauder lässt die KI-Marketingplattform Profound weltweit prüfen, wann, in welchem Kontext und wie genau Chatbots die Marken des Konzerns empfehlen, berichtet Retail-News.de. Aus den Befunden wolle der Beauty-Konzern Produktseiten, Blogs und Youtube-Kanäle so überarbeiten, dass Sprachmodelle Inhaltsstoffe und Produktversprechen korrekter erfassen. Die Generative Engine Optimization solle als eigene Marketingstrategie neben der klassischen Suchmaschinenoptimierung verankert werden, und zwar für das gesamte Markenportfolio.

Estée Lauder richtet Markenstrategie auf generative Suche aus

Estée Lauder baut seine digitale Markensteuerung für generative Antwortsysteme aus. Der Beauty-Konzern arbeitet weltweit mit der KI-Marketingplattform Profound zusammen, um systematisch zu prüfen, wann, in welchem Kontext und wie genau Chatbots die Marken des Konzerns empfehlen. Über die Initiative berichtet Retail-News.de. Im Zentrum steht die Generative Engine Optimization, kurz GEO, die Inhalte für große Sprachmodelle und KI-Assistenten verständlicher und verlässlicher machen soll. Estée Lauder behandelt GEO damit als globale Partnerschaft und als Baustein der digitalen Markenführung.

KI-Assistenten verändern die Produktsuche

Der Schritt reagiert auf eine veränderte Customer Journey. Verbraucher nutzen Systeme wie ChatGPT oder Gemini zunehmend, um Produkte zu entdecken, Empfehlungen einzuordnen und Kaufoptionen zu vergleichen. Für Marken entsteht dadurch ein neuer Zugangspunkt, der anders funktioniert als klassische Websuche: Generative Systeme liefern häufig direkt formulierte Antworten und Empfehlungen, ohne Nutzer zunächst auf eine Ergebnisliste zu führen. Für Estée Lauder wird damit sichtbar, ob die eigenen Marken in diesem Umfeld korrekt vorkommen, in welchen Situationen sie empfohlen werden und welche Produktinformationen die Antwortqualität beeinflussen. KI-Assistenten werden so zu einem neuen Discovery-Kanal im digitalen Wettbewerb.

Profound soll dem Konzern einen einheitlichen Überblick darüber geben, wie das gesamte Markenportfolio in generativen Such- und Antwortsystemen dargestellt wird. Dabei sollen auch Schwachstellen erkennbar werden, etwa wenn Produktinformationen unvollständig, uneinheitlich oder für Sprachmodelle schwer interpretierbar sind. Auf dieser Grundlage will Estée Lauder Inhalte auf Produktseiten, Blogs und YouTube-Kanälen überarbeiten. Angaben zu Inhaltsstoffen, Produktversprechen und Vorteilen sollen so strukturiert werden, dass Sprachmodelle sie präziser erfassen und bei passenden Nutzeranfragen korrekt ausspielen.

GEO ergänzt klassische Sichtbarkeitsstrategien

Mit der Initiative verankert Estée Lauder Generative Engine Optimization als eigenständige Disziplin im digitalen Marketing. Während klassische Suchmaschinenoptimierung auf Auffindbarkeit bei Google und anderen Suchmaschinen zielt, adressiert GEO generative Antwortsysteme. Dort zählt nicht allein ein Ranking, sondern die Frage, ob eine Marke überhaupt genannt wird, wie sie beschrieben wird und ob zentrale Eigenschaften sachlich stimmen. Für Marken steigt damit der Anspruch, Produktdaten konsistent, maschinenlesbar und über verschiedene Kanäle hinweg abgestimmt bereitzustellen.

Bemerkenswert ist die Größenordnung: Die Technologie von Profound soll weltweit über das gesamte Markenportfolio hinweg eingesetzt werden. Estée Lauder behandelt KI-Sichtbarkeit damit nicht als isoliertes Pilotprojekt, sondern integriert den Ansatz in die bestehende digitale Infrastruktur und das One Operating Ecosystem. Der Konzern will schneller erkennen, wie sich Konsumenten auf neuen digitalen Plattformen informieren und welche Inhalte ihre Entscheidungen beeinflussen. Der nächste Prüfpunkt ist, wie präzise Profound diese Sichtbarkeit konzernweit messbar macht und welche Anpassungen Estée Lauder daraus für sein gesamtes Markenportfolio ableitet.

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