Foto: Lieferarbeiter stellt Cateringschalen auf eine Bürotheke, während eine Person die Bestellung prüft.
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Uber kauft Catering-Plattform ezCater

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Uber kauft den Catering-Vermittler ezCater für 2,3 Mrd. Dollar, berichtet Techfundingnews.com. Das sind 700 Mio. Dollar mehr als die Bewertung nach der letzten Finanzierungsrunde 2021. Über ezCater bestellen US-Firmen Essen für Meetings, Events und regelmäßige Mitarbeiterverpflegung bei mehr als 140.000 Restaurants, im Schnitt für über 400 Dollar pro Auftrag. Die Bruttobuchungen hätten in zwölf Monaten 2,5 Mrd. Dollar überschritten, das Geschäft sei profitabel. Uber wolle die Plattform mit Uber Eats und seinem Firmenkundenangebot verschmelzen.

Uber baut sein Geschäft mit Firmenkunden deutlich aus: Der Konzern übernimmt den Bostoner Catering-Vermittler ezCater für 2,3 Milliarden Dollar in bar, berichtet Techfundingnews.com. Die Plattform soll mit Uber Eats und Uber for Business zusammengeführt werden. Damit rückt Uber tiefer in den Markt für Arbeitsplatzverpflegung vor, in dem größere Bestellungen, planbare Nachfrage und enge Restaurantbeziehungen zusammenkommen.

ezCater vermittelt in den USA Essensbestellungen für Meetings, Events und regelmäßige Mitarbeiterprogramme. Nach Unternehmensangaben sind mehr als 140.000 Restaurants angebunden. Der durchschnittliche Auftrag liegt bei über 400 Dollar; die Bruttobuchungen überschritten in den vergangenen zwölf Monaten 2,5 Milliarden Dollar. Uber nennt das Geschäft auf Basis des Non-GAAP-Betriebsergebnisses profitabel und erwartet einen positiven Beitrag zu den Margen.

Hoher Aufschlag auf die letzte Bewertung

Der Kaufpreis liegt 700 Millionen Dollar über der zuletzt bekannten Bewertung von ezCater. Diese wurde Ende 2021 nach einer Finanzierungsrunde über 100 Millionen Dollar auf 1,6 Milliarden Dollar festgelegt. Zu den Investoren zählten unter anderem SoftBank Vision Fund 2, Quadrille Capital, GIC, ICONIQ Growth, Insight Partners und Invus. Insgesamt hatte ezCater 425 Millionen Dollar eingesammelt.

Ein direkter Bewertungsvergleich bleibt dennoch begrenzt. Die frühere Zahl war eine Post-Money-Bewertung aus einer privaten Finanzierungsrunde; Uber spricht nun von einem Deal im Wert von 2,3 Milliarden Dollar, ohne Details zu möglichen Schulden- oder Cash-Komponenten zu nennen. Bezogen auf die Bruttobuchungen liegt der Preis unter dem einfachen Jahresvolumen. Diese Kennzahl umfasst jedoch den gesamten Bestellwert und entspricht nicht dem Umsatz von ezCater.

Warum Catering für Uber attraktiv ist

Der Reiz des Segments liegt in der Größe der Warenkörbe. Ein einzelner Catering-Auftrag kann deutlich mehr Volumen bringen als viele klassische Essenslieferungen. Für Restaurants ist Catering zudem ein relevanter zusätzlicher Erlösstrom, wie Uber-Chef Dara Khosrowshahi in der Ankündigung betonte. Uber verspricht sich davon, die Reichweite der eigenen Plattform mit ezCaters Spezialisierung auf Geschäftskunden zu verbinden.

Der Schritt fällt in eine Phase, in der Liefer- und Foodtech-Anbieter breiter um Restaurantbeziehungen konkurrieren. DoorDash, Instacart und Grubhub sind bereits im Catering aktiv. Grubhub gehört zu Wonder, das zuletzt 650 Millionen Dollar in einer Series-D-Runde bei einer Pre-Money-Bewertung von 9 Milliarden Dollar einsammelte. Parallel verfolgt Uber weitere große Transaktionen: Für Delivery Hero wurde ein freiwilliges Übernahmeangebot zu 41,50 Euro je Aktie vereinbart, mit einem impliziten Eigenkapitalwert von 14,8 Milliarden Dollar.

Auch andere Anbieter besetzen Teile der Wertschöpfungskette. allO aus München arbeitet an einem KI-basierten Betriebssystem für Restaurants, das Zahlungen, Reservierungen, Lieferintegrationen und Backoffice-Prozesse abdecken soll. Swish in Indien setzt auf eigene Küchen und eigene letzte Meile. Wonder kombiniert Küchenbetrieb und Marktplatz. Uber kauft mit ezCater nun vor allem den Zugang zu regelmäßigen Firmenbestellungen.

Offene Punkte bis zum Vollzug

Die Ankündigung enthält keine Angaben zu Umsatz, Ergebnis oder konkreten Synergiezielen von ezCater. Ebenfalls offen bleibt, wie schnell Uber die Plattform technisch und kommerziell in Uber Eats und Uber for Business integriert. Der Abschluss wird in den kommenden Monaten erwartet und steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen sowie üblicher Vollzugsbedingungen.

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