Foto: Lieferperson stellt Lebensmittel und Isoliertaschen vor einer sauberen Wohnungstür ab
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US-Lebensmittel: Jeder fünfte Dollar fließt in den Online-Einkauf

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Mehr als jeden fünften Lebensmittel-Dollar geben US-Haushalte inzwischen online aus, berichtet Progressivegrocer.com. Im dritten Quartal sei der Anteil auf den Rekordwert von 20,9 Prozent gestiegen, der Umsatz um 20,7 Prozent. Dies sei das achte Quartal in Folge mit über 20 Prozent Plus. Der stationäre Handel verliere dagegen Umsatz. Die Lieferung habe um mehr als 30 Prozent zugelegt, die Abholung nur im mittleren einstelligen Bereich. Die Online-Kundschaft umfasse im September knapp 64 Prozent der Haushalte.

Der Online-Lebensmittelhandel in den USA erreicht einen neuen Höchststand. Nach Daten der monatlichen Brick-Meets-Click-Erhebungen für Juli, August und September entfallen inzwischen 20,9 Prozent der Lebensmittelausgaben auf digitale Bestellungen. Damit fließt mehr als jeder fünfte Lebensmittel-Dollar online, wie Progressivegrocer.com berichtet. Der Umsatz im E-Grocery-Segment stieg im dritten Quartal um 20,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Es ist bereits das achte Quartal in Folge mit einem Plus von mehr als 20 Prozent.

Lieferdienste treiben das Wachstum

Besonders stark wächst die Lieferung. Sie steuerte drei Viertel des gesamten Zuwachses bei und legte gegenüber dem Vorjahr um mehr als 30 Prozent zu. Damit gewann sie mehr als fünf Prozentpunkte am Anteil der Online-Lebensmittelumsätze hinzu. Die Abholung entwickelte sich deutlich schwächer und wuchs nur im mittleren einstelligen Bereich. Ship-to-home legte ebenfalls zu, blieb beim Tempo aber leicht unter dem Gesamtwachstum von 20,7 Prozent.

Der Trend zeigt, wie stark sich das Kaufverhalten im US-Lebensmittelmarkt verschiebt. Im September nutzten knapp 64 Prozent der US-Haushalte mindestens einmal im Monat Online-Angebote für Lebensmittel. Über das gesamte Quartal hinweg lag der Anteil monatlich aktiver Nutzer bei fast 62 Prozent, 120 Basispunkte über dem Vorjahr. Insgesamt haben inzwischen 81 Prozent der Haushalte mindestens einmal Lebensmittel online gekauft.

Mehr Bestellungen, mehr Kombinationen

Neben der wachsenden Nutzerbasis steigt auch die Bestellhäufigkeit. Pro aktivem Nutzer nahm sie im Quartal um 14 Prozent zu. Zugleich kombinieren Kundinnen und Kunden häufiger verschiedene Erfüllungsmodelle. Rund 17 Prozent der monatlich aktiven Nutzer setzten innerhalb eines Monats auf Lieferung, Abholung und Ship-to-home. Das entspricht einem Anstieg von mehr als fünf Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

Auch die Wiederverwendungsabsicht stabilisiert sich. Etwa 62 Prozent der Liefer- und Abholkunden gaben an, denselben Service voraussichtlich innerhalb von 30 Tagen erneut zu nutzen. Im Jahr 2025 waren es 61 Prozent, 2024 noch 56 Prozent. Für den E-Commerce mit Lebensmitteln wird damit die Kombination aus Reichweite, Taktung und Verlässlichkeit wichtiger. David Bishop von Brick Meets Click verweist darauf, dass Kundinnen und Kunden heute aus vielen Online-Optionen wählen können, vom schnellen Bedarf bis zum routinierten Vorratskauf.

Wettbewerb über Tempo und Sortiment

Der Wettbewerb verschärft sich vor allem bei schnellen Lieferformaten. Laut der im Juni veröffentlichten Erhebung zum ersten Quartal 2026 entfielen fast 80 Prozent aller Lieferbestellungen auf Same-Day-Orders. Bei Ship-to-home lag der Anteil bei mehr als 30 Prozent. Ultra-schnelle Lieferungen unter einer Stunde machten 18 Prozent des Lieferaufkommens und 10 Prozent des Ship-to-home-Volumens aus. Diese Formate wuchsen nahezu dreimal schneller als die Abholung.

Walmart hält nach den Angaben fast 40 Prozent der gesamten US-E-Grocery-Umsätze und führt bei Lieferungen innerhalb einer Stunde nach dem Checkout. Zur Feiertagssaison startete das Unternehmen zudem Express Pickup für Abholung am Bordstein innerhalb von weniger als einer Stunde. Amazon baut parallel sein Frischeangebot aus: Amazon Business führte Same-Day-Lieferung für verderbliche Waren ein, zusätzlich testet das Unternehmen eine 30-Minuten-Lebensmittellieferung an ausgewählten Standorten.

Für klassische Lebensmittelhändler, besonders regionale Anbieter, bleibt damit die offene Frage, wie sie Wachstum beschleunigen, Margen schützen und die Kundenerfahrung sichern können. Die Brick-Meets-Click-Befragung läuft seit März 2020 monatlich. Befragt werden Erwachsene ab 18 Jahren, die am Lebensmitteleinkauf ihres Haushalts beteiligt sind. Die Ergebnisse werden nach Alter und Einkommen anhand von Census-Bureau-Daten gewichtet und um die Internetnutzung Erwachsener bereinigt. Der aktuelle Referenzwert liegt bei 20,9 Prozent Online-Anteil im dritten Quartal.

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