Foto: Mann nutzt Smartphone am sauberen Küchentisch neben Paketen, Karte, Zubehör und Kaffeetasse.
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35 Mio. Kunden: Brasilien ist ein AliExpress-Kernmarkt

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Brasilien gehört zu den größten Märkten von AliExpress weltweit, berichtet Macaubusiness.com. Mehr als 35 Mio. aktive Kunden zähle die Alibaba-Tochter dort, über 40 Prozent des Umsatzes entfalle auf chinesische Marken. Händler mit Ware in brasilianischen Lagern locke die Plattform mit Subventionen und bevorzugter Platzierung in Suche und Empfehlungen. 7,7 Mio. Dollar Zusatzumsatz habe die Zusammenarbeit mit lokalen Zahlungsdienstleistern binnen eines Geschäftsjahres eingespielt – bei einem Einsatz von einer Mio. Dollar.

Brasilien hat sich für AliExpress zu einem der wichtigsten Auslandsmärkte entwickelt. Wie berichtet Macaubusiness.com, zählt die Alibaba-Tochter dort mehr als 35 Mio. aktive Kunden. Astrid Xu, Branding and Marketing Specialist für AliExpress in Brasilien, beschreibt das Land als Kernmarkt mit eigenem Büro in São Paulo sowie Teams in Brasilien und Hangzhou.

Das Wachstum stützt sich auf eine junge, digital affine Kundschaft und eine hohe Nachfrage nach Technologieprodukten. AliExpress sieht Brasilien im Kontext eines stark wachsenden E-Commerce-Marktes: Der brasilianische Onlinehandel soll nach Unternehmensschätzung in den kommenden fünf Jahren ein Volumen von mehr als 150 Mrd. Dollar erreichen. Besonders gefragt sind Gaming-Zubehör, technische Geräte und Haushaltsgeräte. Chinesische Marken stehen dabei bereits für über 40 Prozent des AliExpress-Umsatzes im Land.

Lokale Kampagnen und Reichweite über Influencer

Für die Marktbearbeitung setzt AliExpress stark auf lokales Marketing. Die Plattform arbeitet nach eigenen Angaben mit mehr als 800 Influencern in Brasilien zusammen, von reichweitenstarken Persönlichkeiten bis zu spezialisierten Nischen-Creatorn. Ziel ist es, Produkte sichtbarer zu machen, Traffic auf die Plattform zu lenken und chinesischen Marken den Zugang zum brasilianischen Markt zu erleichtern.

Ein Beispiel ist die Singles’-Day-Kampagne rund um den jährlichen Aktionstag Double 11 am 11. November. AliExpress nutzte dafür die öffentliche Aufmerksamkeit um die brasilianischen Boxer Acelino „Popó“ Freitas und Wanderlei Silva und brachte beide in einer Promotion zusammen. Auch einzelne Marken profitierten: Der chinesische 3D-Drucker-Hersteller Anycubic erzielte laut AliExpress durch Influencer-Initiativen rund 700.000 Dollar Umsatz.

Logistik und Zahlungsabwicklung als Wachstumshebel

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Logistik. AliExpress ermutigt Händler, Warenbestände in brasilianischen Lagern vorzuhalten. Dafür bietet die Plattform Subventionen, Werbeunterstützung und bessere Sichtbarkeit in internen Suchergebnissen, algorithmischen Empfehlungen, bezahlter Werbung, Affiliate-Programmen und Influencer-Kampagnen. Lokal verfügbare Produkte sollen so schneller beim Kunden ankommen und zugleich prominenter auf der Plattform platziert werden.

Auch im Payment-Bereich baut AliExpress lokale Partnerschaften aus. Im jüngsten Geschäftsjahr von April 2025 bis März 2026 investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben eine Mio. Dollar in Kooperationen mit brasilianischen Zahlungsdienstleistern. Daraus seien 7,7 Mio. Dollar zusätzlicher Umsatz entstanden. Trotz gestiegener internationaler Transportkosten hält AliExpress an einer wettbewerbsorientierten Preisstrategie fest. Der nächste große Prüfpunkt für die brasilianische Strategie ist der Singles’ Day am 11. November.

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