Aldi Nord will schöner werden

Aldi Nord will schöner werden

Aldi Nord will einem Medienbericht zufolge rund drei Milliarden Euro in den Umbau seines Filialnetzes stecken und unter anderem Backstationen einrichten. Andere Discounter investieren ebenfalls in den Ladenbau.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Gleichzeitig sollen zunehmend höherwertige Artikel wie Delikatessen ins Sortiment aufgenommen werden, berichtete das Magazin am Donnerstag vorab. Aldi Nord betreibt in Deutschland 2500 Filialen und ebenso viele in acht weiteren europäischen Ländern. Zudem gehört die US-Kette Trader Joe's mit rund 370 Läden zu Aldi Nord.

"Größtes Investitionsprogramm der Firmengeschichte"

Aldi Nord hatte im Januar auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa bestätigt, dass die Filialen europaweit optisch aufgerüstet werden und der Einbau von Backstationen in Deutschland geplant ist. Zur Investitionshöhe und zu Details äußerte sich Aldi Nord nicht. Die "Lebensmittel Zeitung" hatte schon im vergangenen Jahr vom größten Investitionsprogramm der Firmengeschichte bei Aldi Nord berichtet.

Damals war aber von einem hohen dreistelligen Millionenbetrag die Rede. Da die Märkte unterschiedliche bauliche Voraussetzungen hätten, würden teilweise nur einzelne Elemente des neuen Konzeptes umgesetzt.

Aldi Nord unter Zugzwang

Aldi Nord ist nach Einschätzung des GfK-Marktforschers Wolfgang Adlwarth unter Zugzwang. Viele Jahre sei man puristisch gewesen. "Die Filialen mussten nicht schön aussehen, die Ware musste sehr günstig sein", sagte er der dpa im Januar.

In den vergangenen Jahren hätten die Supermärkte aber ihr Preisimage mit eigenen Marken in der unteren Preislage und Markenartikeln im Sonderangebot verbessert. Sie machten Boden gut, gewönnen Marktanteile. Das Schwesterunternehmen Aldi Süd habe gezeigt, dass auch ein Discounter "helle, freundliche Läden mit gewissem Ambiente" bieten könne. Dort gebe es schon Backstationen.

Auch Penny und Netto feilen an den Läden

Auch andere Discounter wollen ihre Filialen verschönern: Penny Deutschland feilt auch an einem neuen Konzept. Die Waren sollen besser und hochwertiger präsentiert werden, ohne das Discounter-Image zu verlieren. Laut "Lebensmittel Zeitung" sollen im laufenden Jahr rund 150 Millionen Euro für die aufwendige Modernisierung und Restrukturierung bei Penny aufgebracht werden.

Die Edeka-Tochter Netto Marken-Discount setzt nach der Expansion mit 220 neuen Standorten 2011 ihren Schwerpunkt auf den Umbau bestehender Flächen. Für das laufende Netto-Geschäftsjahr ist die Modernisierung von 300 Filialen geplant.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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