Amazon mit eigenem Bezahlverfahren

Amazon mit eigenem Bezahlverfahren

Der Online-Händler Amazon will mit eigenen Bezahlverfahren PayPal & Co Konkurrenz machen. Zunächst allerdings in Amerika.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Checkout bei Amazon eng mit 1-Click verbunden

Checkout by Amazon soll eng mit Amazons 1-Click-Bestellsystem verbunden sein und Verkäufern die komplette Abwicklung der Bezahlung über die Handelsplattform ermöglichen.

Haben Amazon-Kunden bereits ihre Informationen zur Abrechnung wie Kreditkarten- oder Lastschriftdaten hinterlegt, können sie per 1-Click den Bestellprozess entsprechend abkürzen. Diesen Service will Amazon nun Händlern und Käufern auch anderer Handelsplattformen zur Verfügung stellen.

Simple Pay ganz einfach ohne erweiterte Funktionen

Der ähnlich ausgelegte Bezahldienst Simple Pay beschränkt sich hingegen auf die reine Zahlungsabwicklung und bietet keine erweiterten Funktionen wie etwa Versandkostenermittlung und Paketverfolgung an; damit tritt Simple Pay also in direkte Konkurrenz zu PayPal von eBay oder Checkout von Google.

Branchenbeobachter sehen Erfolgsaussichten kritisch

Während Amazon überzeugt ist, dass die eigenen Kunden die vertraute Zahlungsabwicklung auch gerne bei anderen Online-Handelsplattformen nutzen werden, sind Analysten keineswegs vom Erfolg des Simple Pay-Dienstes überzeugt.

Zum Beispiel dürfte eBay den PayPal-Konkurrenten vermutlich kaum auf seiner Auktionsplattform zulassen, auch Googles „Checkout" hatte dort seinerzeit keine Chance. Für Online-Händler, die ihren Kunden bisher nur PayPal anbieten konnten, eröffnet sich mit Simple Pay jedoch eine Alternative.

Da Amazon andererseits sein Warenangebot ständig erweitert, wird es mehr und mehr zu einem Konkurrenten der anderen Online-Händlern; ob diese dann Interesse an einem von Amazon kontrollierten Bezahldienst haben, ist fraglich.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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