Amazon widerspricht Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Amazon widerspricht Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Von wegen, Amazon setze die Verlagsgruppe Bonnier unter Druck, um diese zu höheren Rabatten zu zwingen. Von verzögerter Auslieferung von E-Books könne gar keine Rede sein, versichert der Onlinehändler.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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"Diese Behauptung ist nicht wahr", sagte eine Amazon-Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa. Für einige Printtitel des Verlagshauses Bonnier kaufe Amazon derzeit weniger Lagerbestand ein, als es das Unternehmen normalerweise tun würde. "Bestellungen von Titeln, die wir auf Lager haben, verschicken wir sofort. Titel, die wir vorübergehend nicht auf Lager haben, können Kunden nach wie vor bestellen - woraufhin wir diese Titel dann bei Bonnier ordern." Die Lieferzeit solcher Titel sei davon abhängig, wie lange Bonnier benötige, um die Bestellungen von Amazon auszuführen. "Sobald die bestellten Titel bei uns ankommen, verschicken wir sie umgehend an Kunden."

Streit auch in den Vereinigten Staaten

Die Amazon-Sprecherin sagte, es sei allgemein anerkannt, dass E-Books für Kunden günstiger sein sollten als die entsprechend Printversion, denn bei digitalen Büchern entfielen Druck- und Frachtkosten, Lagerung und Retouren. "Wir glauben, dass sich dieser Umstand auch in den Konditionen widerspiegeln sollte, zu denen Buchhändler bei Verlagen einkaufen." Bonnier verlange von Amazon dagegen wesentlich mehr für die digitale Version eines Titels als für die gedruckte Version des gleichen Titels.

Die Dachorganisation der deutschen Buchbranche wirft Amazon im Kampf um den E-Book-Markt dagegen "Erpressung" vor. Amazon verlange statt derzeit rund 30 Prozent eine Erhöhung der Rabatte auf 40 bis 50 Prozent. In den USA streitet sich Amazon vor allem mit der Verlagsgruppe Hachette um E-Book-Rabatte. Auch dort wird Amazon eine bewusste Verzögerung von Lieferungen vorgeworfen.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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