
Amazon widerspricht Börsenverein des Deutschen Buchhandels
Von wegen, Amazon setze die Verlagsgruppe Bonnier unter Druck, um diese zu höheren Rabatten zu zwingen. Von verzögerter Auslieferung von E-Books könne gar keine Rede sein, versichert der Onlinehändler.
Thomas RehmRedakteurStreit auch in den Vereinigten Staaten
Die Amazon-Sprecherin sagte, es sei allgemein anerkannt, dass E-Books für Kunden günstiger sein sollten als die entsprechend Printversion, denn bei digitalen Büchern entfielen Druck- und Frachtkosten, Lagerung und Retouren. "Wir glauben, dass sich dieser Umstand auch in den Konditionen widerspiegeln sollte, zu denen Buchhändler bei Verlagen einkaufen." Bonnier verlange von Amazon dagegen wesentlich mehr für die digitale Version eines Titels als für die gedruckte Version des gleichen Titels.
Die Dachorganisation der deutschen Buchbranche wirft Amazon im Kampf um den E-Book-Markt dagegen "Erpressung" vor. Amazon verlange statt derzeit rund 30 Prozent eine Erhöhung der Rabatte auf 40 bis 50 Prozent. In den USA streitet sich Amazon vor allem mit der Verlagsgruppe Hachette um E-Book-Rabatte. Auch dort wird Amazon eine bewusste Verzögerung von Lieferungen vorgeworfen.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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