Mehr Mitglieder, gestiegene Umsätze: Noweda bilanziert ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Trotzdem blickt die Apothekergenossenschaft mit Sorge ins neue Jahr.
Die Mitgliederzahl stieg von 8.003 auf 8.188, wovon mittlerweile 1.621 Apotheker (1.185 im Vorjahreszeitraum) ausschließlich mit der Noweda zusammenarbeiten.
Negative Auswirkungen durch neues Gesetz
Auch Noweda beklagt die Auswikungen des seit Anfang des Jahres geltenden Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes, das eine Kürzung der Großhandelsspanne rezeptpflichtiger Medikamente festschreibt. Die Genossenschaft befürchtet durch das Gesetz einen schärferen Wettbewerb im Pharmagroßhandel ab dem kommenden Jahr.
"Der Förderauftrag der Noweda gewinnt gerade im Hinblick auf die ständig neuen gesetzgeberischen Initiativen im Gesundheitsbereich für viele selbstständige Apotheker immer weiter an Bedeutung", betonte Noweda-Chef Wilfried Hollmann.
Dank interner Kosteneinsparungsprogramme sei es dem Unternehmen gelungen, Ertragsrückgänge auszugleichen und nicht auf die Apotheken umzulegen. Zusätzlich habe aus dem Verkauf des Anzag-Aktienpakets ein steuerfreier Gewinn in Höhe von 11,1 Millionen Euro den Rücklagen zugeführt werden können.
